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	<title>Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</title>
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	<description>Hamburger Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger, Fachanwalt für Steuerrecht und Bankkaufmann bietet juristisch fundierte Informationen und wirksame rechtliche Strategien, steuerstrafrechtliche Beratung und rechtsanwaltliche Strafverteidigung im gesamten Steuerstrafrecht – für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Unternehmensberater und ihre Mandanten.</description>
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	<title>Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</title>
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		<title>Berichtigungserklärung nach § 153 AO: Wer muss wann handeln?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan-Christoph Birch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2026 18:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ermittlungsverfahren verhindern]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtigungspflicht Erben]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtigungspflicht Steuerberater]]></category>
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		<category><![CDATA[§ 153 AO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/berichtigungserklaerung-nach-153-ao/">Berichtigungserklärung nach § 153 AO: Wer muss wann handeln?</a></p>
<p>Berichtigungserklärung nach § 153 AO: Wer sie wann abgeben muss, was für Steuerberater und Erben gilt und wo die Selbstanzeige beginnt.</p>
<p>Dieser Post <a rel="nofollow" href="https://birch.de/berichtigungserklaerung-nach-153-ao/">Berichtigungserklärung nach § 153 AO: Wer muss wann handeln?</a> stammt von <a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a> und wurde verfasst von <a rel="nofollow" href="https://birch.de/author/stefanchristophbirch/">Stefan-Christoph Birch</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/berichtigungserklaerung-nach-153-ao/">Berichtigungserklärung nach § 153 AO: Wer muss wann handeln?</a></p>
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	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-1a18e084c5c" style=""><div class="thrv_wrapper thrv-columns" style="--tcb-col-el-width: 788.4; max-width: unset; --tve-applied-max-width: unset !important;" data-css="tve-u-1a191eb8816"><div class="tcb-flex-row v-2 tcb--cols--2"><div class="tcb-flex-col" data-css="tve-u-1a18e0a86fc" style=""><div class="tcb-col" style="" data-css="tve-u-1a191ece44e"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p><strong>Sie haben Fehler bei der Steuererklärung zu spät bemerkt? Eine „schwarze Kasse“ geerbt? Die Verrechnungspreise sind falsch? Mit einer Berichtigungserklärung nach § 153 AO bringen Sie das in Ordnung.</strong></p><p><strong>Und Sie verhindern, dass aus dem alten Fehler eine neue Steuerhinterziehung wird, nämlich Ihre eigene. Das klappt aber nur, wenn Sie schnell sind. In diesem Artikel erfahren Sie, was zu tun ist.</strong></p></div></div></div><div class="tcb-flex-col" data-css="tve-u-1a18e0a86fa" style=""><div class="tcb-col" data-css="tve-u-1a18e0a86fb" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad" style="" data-css="tve-u-1a18e0a86f8">
	<div class="tve-content-box-background"></div>
	<div class="tve-cb"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a18e0a86f9" style="--tve-border-width: 2px; border: 2px solid rgb(0, 0, 0) !important;">	<p><strong>Rechtsstand 30. Oktober 2026:</strong><br>Die Pflicht zur Berichtigungserklärung nach § 153 AO (Berichtigung von Erklärungen) gilt unverändert.[<a href="#tve-jump-1a18e938ddc" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">1</a>] Auch die strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 AO (Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung) gilt weiter, ihre Abschaffung „in ihrer heutigen Form“ ist bisher nur angekündigt, ein Gesetzentwurf liegt nicht vor.[<a href="#tve-jump-1a18e9437c5" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">2</a>] Sobald sich das ändert, aktualisiere ich diesen Beitrag.</p></div></div>
</div></div></div></div></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a191ed1a3f" style=""><p>Ihr neuer Job bei einem Mittelständler mit Niederlassungen im europäischen Ausland, Abteilung Finanzen und Steuern, ist noch keine zwei Wochen alt. Engagiert, gewissenhaft und zuverlässig wie Sie sind, fällt Ihnen schnell auf, dass mit den Verrechnungspreisen etwas nicht stimmt. Das sind die Preise, die sich die Gesellschaften der Unternehmensgruppe gegenseitig für Waren und Leistungen berechnen.</p><p>Sie schauen genauer hin und erkennen: Ihr neuer Arbeitgeber könnte in der Vergangenheit falsche Steuererklärungen abgegeben haben. Das Tagesgeschäft ist hektisch und das Budget für die wichtige Verkaufsmesse steht an. Da müssen die Verrechnungspreise erst einmal warten. Dies ist vielleicht die erste schwerwiegende Fehlentscheidung in Ihrem neuen Job – mit unter Umständen dramatischen Konsequenzen.</p><p>Davon handelt dieser Artikel.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Berichtigungserklärung nach § 153 AO: Warum ist das gerade jetzt wichtig?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Am 16. Juli 2026 haben Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig den Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vorgestellt.[<a href="#tve-jump-1a18e94c0df" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">3</a>] Darin kündigen sie an, die strafbefreiende Selbstanzeige „in ihrer heutigen Form“ abzuschaffen.[<a href="#tve-jump-1a18e9437c5" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">2</a>] Was der Aktionsplan bedeutet und was nicht, habe ich hier erklärt: <a href="https://birch.de/selbstanzeige-abgeschafft/" target="_blank" class="" style="outline: none;">Selbstanzeige abgeschafft? Was jetzt gilt – und wie lange.</a></p><p>Die Pflicht, einen erkannten Fehler zu berichtigen, gilt unabhängig davon weiter. Genau darin sieht die Bundessteuerberaterkammer ein Problem, sollte die Selbstanzeige fallen.</p><p>In ihrer Stellungnahme an das Bundesfinanzministerium vom 2. Oktober 2026 weist sie auf Folgendes hin: Ob ein Fehler auf einem Versehen, auf Leichtfertigkeit oder auf Vorsatz beruht, lässt sich oft erst nach gründlicher Aufarbeitung klären.[<a href="#tve-jump-1a18e9437c5" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">2</a>] Die Anzeige aber muss unverzüglich kommen.</p><p>Seit 2025 gilt zudem eine erweiterte Pflicht nach einer Betriebsprüfung. Was der Prüfer beanstandet hat, müssen Sie auch in den nicht geprüften Erklärungen korrigieren, sobald der geänderte Bescheid unanfechtbar ist, also nicht mehr mit dem Einspruch angreifbar (§ 153 Abs. 4 AO).[<a href="#tve-jump-1a18e95fdb7" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">4</a>]</p><p>Für Sie als Steuerberater heißt das: Die Frage „Berichtigung oder Selbstanzeige?“ wird häufiger auf Ihrem Tisch landen. Und eine falsche Antwort wird teurer, falls die Selbstanzeige tatsächlich fällt.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Wann muss ich eine Berichtigungserklärung nach § 153 AO abgeben?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Wer nachträglich vor Ablauf der steuerlichen Festsetzungsfrist erkennt, dass eine von ihm oder für ihn abgegebene Steuererklärung falsch ist und es dadurch zu einer Verkürzung von Steuern kommen kann oder bereits gekommen ist, muss dies „unverzüglich“ (also ohne schuldhaftes Zögern) anzeigen und korrigieren. So steht es in § 153 Abgabenordnung (AO) unter der Überschrift „Berichtigung von Erklärungen“.[<a href="#tve-jump-1a18e938ddc" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">1</a>]</p><p>Das gilt nicht nur für die Steuererklärung selbst, sondern für jede Erklärung, die Ihre Steuer beeinflusst. Dazu zählen etwa eine Umsatzsteuer-Voranmeldung oder ein Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen.[<a href="#tve-jump-1a18e96d4c8" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">5</a>]</p><p>Was heißt das nun im Einzelnen?<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv-styled_list" data-icon-code="icon-check" data-css="tve-u-1a18e2c8fdf" style=""><ul class="tcb-styled-list"><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7" style=""><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a18e2c8fe0" style=""><strong>Sie erkennen den Fehler erst nachträglich.</strong> Sie dürfen also nicht bereits bei Abgabe der Steuererklärung davon gewusst haben. Denn dann liegt eventuell schon eine Steuerhinterziehung vor. Erkennen heißt: Sie wissen es. Dass Sie den Fehler hätten bemerken können, reicht nicht.[<a href="#tve-jump-1a18e96d4c8" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">5</a>] Sie aber haben den Fehler erst nachträglich erkannt, schließlich sind Sie ja neu im Unternehmen.<br></span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7"><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style" data-css="tve-u-1a18e2f0303"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a18e2c8fe0"><strong>Durch den Fehler wurde zu wenig Steuer festgesetzt oder eine zu geringe Festsetzung droht.</strong> Juristen sprechen von einer Verkürzung: Das Finanzamt setzt weniger Steuer fest, als Sie tatsächlich schulden. Das kann an zu niedrig erklärten Einnahmen liegen, aber auch an zu hoch angesetzten Ausgaben.<br></span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7"><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style" data-css="tve-u-1a18e2f98f9"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a18e2c8fe0"><strong>Die Festsetzungsfrist ist noch nicht abgelaufen.</strong> Das ist der Zeitraum, in dem das Finanzamt eine Steuer festsetzen oder einen Bescheid ändern darf. Er beträgt in der Regel vier Jahre und beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem Sie die Erklärung abgegeben haben (§§ 169, 170 AO).[<a href="#tve-jump-1a18e96d4c8" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">5</a>] Wurde leichtfertig zu wenig erklärt, sind es fünf Jahre, bei Hinterziehung zehn. Die betreffenden Steuerbescheide müssen also noch geändert oder aufgehoben werden können.</span></li></ul></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Wenn Sie den Fehler mitgeteilt und inhaltlich berichtigt haben, korrigiert das Finanzamt die ursprüngliche Steuerfestsetzung und erlässt einen geänderten Steuerbescheid. Es kommt also zu einer „Nachversteuerung“ (Finanzamtssprache). Liegt der betreffende Veranlagungszeitraum (bei der Einkommensteuer das Kalenderjahr) mehr als 15 Monate zurück, kommen Nachzahlungszinsen von 0,15 Prozent im Monat hinzu, also 1,8 Prozent im Jahr (§§ 233a, 238 AO).<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><a href="#tve-jump-1a18e98d5fa" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">7</span></a><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Wer muss die Berichtigungserklärung nach § 153 AO abgeben – Geschäftsführer, Mitarbeiter, Steuerberater, Erben?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Zunächst einmal grundsätzlich: Verpflichtet ist der Steuerpflichtige, für den die Erklärung abgegeben wurde. In Ihrem Fall ist das Ihr Arbeitgeber.<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><a href="#tve-jump-1a18e96d4c8" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">5</span></a><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></p><p>Das gilt auch für Geschäftsführer und Vorstände, also die gesetzlichen Vertreter eines Unternehmens (§ 34 AO). Stellen sie fest, dass Erklärungen aus der Zeit vor ihrem Amtsantritt falsch sind, müssen sie handeln – und zwar sofort. Dasselbe trifft jeden, der wie ein Geschäftsführer über das Unternehmen verfügt (§ 35 AO).<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><a href="#tve-jump-1a18e999fb9" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">8</span></a><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></p><p>Und was gilt für Sie, neu in der Steuerabteilung? Sie selbst trifft die Pflicht aus § 153 AO zwar nicht. Ihr Risiko liegt aber in der nächsten Erklärung. Wer sie mit dem bekannten Fehler erstellt, macht sich unter Umständen selbst strafbar, auch wenn er nicht der Steuerpflichtige ist.<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><a href="#tve-jump-1a18e99f5db" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">9</span></a><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span> Informieren Sie deshalb die Geschäftsführung schriftlich.</p><p>Ähnlich liegt es, wenn Sie als Steuerberater die falsche Erklärung erstellt haben. Zur Berichtigung sind Sie selbst nicht verpflichtet, verpflichtet bleibt Ihr Mandant.5,10 Sie müssen ihn aber auf seine Pflicht hinweisen und das schriftlich festhalten. Gegen seinen Willen dürfen Sie wegen Ihrer Verschwiegenheitspflicht nicht berichtigen.<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><a href="#tve-jump-1a18e9a6ab8" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">11</span></a><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></p><p>Lehnt Ihr Mandant ab, wird es für Sie ernst. An Folgeerklärungen, die den bekannten Fehler fortschreiben, dürfen Sie nicht mitwirken. Sonst droht Ihnen der Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Notfalls müssen Sie deshalb das Mandat niederlegen.<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><a href="#tve-jump-1a18e9a6ab8" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">11</span></a><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span><br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Erben aufgepasst: Berichtigungserklärung nach § 153 AO erforderlich?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Erben, die bei der Sichtung des Nachlasses plötzlich feststellen, dass es der Erblasser mit der Steuerehrlichkeit nicht ganz so genau genommen hatte, müssen handeln. Sie müssen nicht nur die Erbschaft binnen drei Monaten vollständig beim Finanzamt anzeigen, auch mit dem Geld, das bisher niemand versteuert hat (§ 30 ErbStG, Anzeige des Erwerbs).<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><a href="#tve-jump-1a18e9b7428" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">12</span></a><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></p><p>Auch die Einkommensteuererklärungen, die der Erblasser zu Lebzeiten abgegeben hat, müssen Sie korrigieren, wenn die Festsetzungsfrist noch nicht abgelaufen ist und die betreffenden Steuerbescheide noch geändert werden können. Als Erbe treten Sie nämlich in seine Pflichten ein (§ 153 Abs. 1 Satz 2 AO).<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><a href="#tve-jump-1a18e938ddc" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">1</span></a><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]&nbsp;</span>Hat er Steuern hinterzogen, reicht das zehn Jahre zurück.</p><p>Gerade bei Erbschaften ist die Versuchung manchmal groß, die Dinge auf sich beruhen zu lassen, denn bisher ging ja alles gut. Doch auf das Prinzip Hoffnung sollten Sie sich keinesfalls verlassen. Kennen Sie den Fehler und schweigen trotzdem, begehen Sie selbst eine Steuerhinterziehung durch Unterlassen, so der Bundesfinanzhof.<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><a href="#tve-jump-1a18e9c4f3b" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">13</span></a><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span><br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Wie schnell muss die Berichtigungserklärung nach § 153 AO beim Finanzamt sein?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Das Gesetz unterscheidet zwischen Anzeigepflicht einerseits und Berichtigungspflicht andererseits. Sie müssen also in etwa schreiben: „Da ist etwas vergessen worden“ und „So ist es richtig“, entweder in einem oder in zwei Briefen.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv-styled_list" data-icon-code="icon-check" data-css="tve-u-1a18e3f959b" style=""><ul class="tcb-styled-list"><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7" style=""><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a18e3f959c" style=""><strong>Die Anzeige, dass in der Steuererklärung etwas falsch ist oder fehlt, muss unverzüglich erfolgen.</strong> Wie viel Zeit genau vom Erkennen des Fehlers bis zur Anzeige bei der Finanzverwaltung bleibt, ist nicht genau festgelegt. Es sollen zwei bis vier Wochen sein, bei einfachen steuerlichen Sachverhalten auch eine kürzere Zeitspanne.<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[<span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0"><a href="#tve-jump-1a18e9cad5a" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">14</a><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span></span> Zeit, den Fehler zu prüfen und sich beraten zu lassen, haben Sie also. Aber das müssen Sie auch tun.</span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7" style=""><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a18e3f959c" style=""><strong>Für die Richtigstellung oder die Korrektur des Fehlers nach bereits erfolgter Anzeige haben Sie etwas mehr Zeit, wenn nicht beides in einem Schritt möglich ist.</strong> Der „neue“ Sachverhalt muss nicht unverzüglich erklärt werden, sondern in „angemessener Zeit“, wie es heißt.<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><a href="#tve-jump-1a18e96d4c8" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">5</span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span></span></span> Es bleibt also etwas Luft für die Aufbereitung der Unterlagen. Schreiben Sie in die Anzeige, warum Sie noch Zeit brauchen. Das Finanzamt setzt Ihnen dann eine Frist.</span></li></ul></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Dennoch sollten Sie sofort handeln und die Situation mit fachkundiger Hilfe bereinigen. Wenn Sie hier zu viel Zeit ins Land gehen lassen, kann das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen auch zunächst <a href="https://birch.de/steuerschaetzung-finanazmt-buchfuehrungsmaengel/" target="_blank" class="" style="outline: none;">schätzen</a> (§ 162 AO, Schätzung von Besteuerungsgrundlagen).<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span></span><a href="#tve-jump-1a18e9dd034" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">15</span></span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span> Dann sind die neuen Zahlen zwar erst einmal in der Welt.</p><p>Gegen den Schätzungsbescheid können Sie aber Einspruch erheben und die richtigen Zahlen nachreichen. Dafür haben Sie nur einen Monat ab Bekanntgabe (§ 355 AO, Einspruchsfrist). Ein Bescheid, den das Finanzamt mit der Post schickt, gilt am vierten Tag nach der Aufgabe zur Post als bekannt gegeben (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 AO).<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span></span><a href="#tve-jump-1a18e9e1986" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">16</span></span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span><br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Berichtigungserklärung nach § 153 AO oder Selbstanzeige: Wo verläuft die Grenze?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Ob Ihnen nach der Berichtigung Strafe oder Bußgeld droht, hängt davon ab, wie der Fehler entstanden ist:</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><ol class=""><li style="" data-css="tve-u-1a18e55fb05" class=""><strong>Ein Versehen ist weder strafbar noch mit Bußgeld bedroht.</strong> Gemeint ist ein ein einfacher, fahrlässiger Fehler. Berichtigen müssen Sie trotzdem.<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><a href="#tve-jump-1a18e96d4c8" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">5</span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span></span></span></li><li style="" data-css="tve-u-1a18e55fb06" class=""><strong>Leichtfertigkeit ist eine Ordnungswidrigkeit.</strong> Leichtfertig handelt, wer grob fahrlässig ist. Das Bußgeld kann bis zu 50.000 Euro betragen (§ 378 AO, Leichtfertige Steuerverkürzung). Ihre Berichtigung wirkt hier als bußgeldbefreiende Selbstanzeige, wenn sie kommt, bevor Ihnen ein Straf- oder Bußgeldverfahren bekannt gegeben wurde, und wenn Sie die Steuer innerhalb der gesetzten Frist nachzahlen (§ 378 Abs. 3 AO).<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><a href="#tve-jump-1a18e9f47b1" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">17</span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span></span></span></li><li style="" data-css="tve-u-1a18e55fb08" class=""><strong> Vorsatz ist Steuerhinterziehung.</strong> Wussten Sie bei der Abgabe, dass die Erklärung falsch ist, liegt in aller Regel eine Steuerhinterziehung vor (§ 370 AO, Steuerhinterziehung). Der Weg zurück in die Steuerehrlichkeit führt dann nur über eine strafbefreiende Selbstanzeige (§ 371 AO).<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><a href="#tve-jump-1a18e9fb6c5" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">18</span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span></span></span> Wann sie nicht mehr hilft und was über 25.000 Euro gilt, habe ich hier erklärt: <a href="https://birch.de/selbstanzeige-sperrgruende-verhindern-straffreiheit/" target="_blank" class="" style="outline: none;">Selbstanzeige: Sperrgründe verhindern Straffreiheit</a>.</li></ol></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Dazwischen liegt ein Fall, den viele übersehen. Hielten Sie den Fehler schon bei der Abgabe für möglich und haben ihn in Kauf genommen, müssen Sie nach dem späteren sicheren Erkennen ebenfalls berichtigen, so der BGH.<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span></span><a href="#tve-jump-1a18ea0ac34" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">19</span></span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span> Juristen nennen das bedingten Vorsatz. Vor Strafe schützt Sie dann aber nur eine vollständige Selbstanzeige.</p><p>Wer den Fehler erkannt hat und schweigt, begeht eine Steuerhinterziehung durch Unterlassen (§ 370 Abs. 1 Nr. 2 AO). Für die betroffenen Jahre verlängert sich die Festsetzungsfrist dann auf zehn Jahre.<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span></span><a href="#tve-jump-1a18e96d4c8" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">5</span></span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span></p><p>Eine Berichtigung allein ist jedoch kein Grund für ein Strafverfahren. Das Finanzamt darf nicht schon aus der Höhe der Nachzahlung oder der Zahl der Berichtigungen auf Vorsatz schließen. Ein innerbetriebliches Kontrollsystem, also feste Abläufe, die Steuerfehler verhindern und aufdecken sollen, kann sogar gegen Vorsatz und Leichtfertigkeit sprechen.<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span></span><a href="#tve-jump-1a18e96d4c8" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;"><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">5</span></span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span></p><p>Bleiben Zweifel, wie der Fehler entstanden ist, sollten Sie die Berichtigung so abfassen, dass sie auch als Selbstanzeige trägt. So verfahren manche Berater schon heute.<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span></span><a href="#tve-jump-1a18e9437c5" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">2</span></span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span> Sie muss dann vollständig sein und für die betreffende Steuerart mindestens die letzten zehn Kalenderjahre erfassen (§ 371 Abs. 1 Satz 2 AO).<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span></span><a href="#tve-jump-1a18e9fb6c5" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">18</span></span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Was wird aus der Berichtigung, wenn die Selbstanzeige fällt?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Das Bundesfinanzministerium begründet seinen Plan so: „Die Selbstanzeige setzt falsche Anreize, sich erst zu offenbaren, wenn man die Entdeckung befürchtet.“<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span></span><a href="#tve-jump-1a18e94c0df" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">3</span></span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span> Das ist das stärkste Argument der Gegenseite, und für den Hinterzieher, der sich erst offenbart, wenn ihm die Entdeckung droht, mag es zutreffen.</p><p>Die Berichtigungspflicht trifft aber andere Menschen. Die neue Kollegin in der Steuerabteilung, die den Fehler ihres Vorgängers findet. Die Erbin, die im Nachlass auf ein Konto stößt, von dem sie nichts wusste. Den Handwerksbetrieb ohne eigene Steuerabteilung, dessen Buchhaltung einen Fehler jahrelang wiederholt hat.</p><p>Sie alle müssen den Fehler unverzüglich melden, oft bevor feststeht, ob er ein Versehen war. Der BGH hat 2009 gerade mit der Selbstanzeige begründet, warum diese Pflicht niemanden unzumutbar zwingt, sich selbst zu belasten. Durch eine Selbstanzeige könne der Steuerpflichtige regelmäßig Straffreiheit erlangen, er befinde sich dann „nicht in einer unauflösbaren Konfliktlage“.<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span></span><a href="#tve-jump-1a18ea0ac34" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">19</span></span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span></p><p>Fällt die Selbstanzeige, fällt diese Begründung mit ihr. Deshalb ist die Forderung der Bundessteuerberaterkammer richtig, das Verhältnis von Berichtigung und Selbstanzeige im Gesetz zu klären, bevor der Gesetzgeber die Selbstanzeige antastet.<span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">[</span></span><a href="#tve-jump-1a18e9437c5" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll"><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">2</span></span></a><span data-css="tve-u-1a18e3f959c"><span data-css="tve-u-1a18e2c8fe0">]</span></span> Sonst werden manche den Fehler lieber ignorieren und ihn nicht melden.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Was Sie jetzt tun sollten in Sachen Berichtigungserklärung nach § 153 AO</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Haben Sie gemerkt, dass Ihnen unbeabsichtigt etwas durchgerutscht ist und Sie so versehentlich Einkünfte nicht erklärt oder Ausgaben zu hoch angesetzt haben, müssen Sie dies mit einer Berichtigungserklärung korrigieren – und zwar rasch.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><ol class=""><li style="" data-css="tve-u-1a18ea7bd1a"><strong>Halten Sie fest, wann und wie Sie den Fehler erkannt haben.</strong> Notieren Sie das Datum, den Fehler, die Jahre und die Steuerarten. Ab diesem Tag läuft die Zeit.</li><li><strong>Melden Sie den Fehler intern sofort weiter.</strong> Als Mitarbeiter an die Geschäftsführung, als Steuerberater an Ihren Mandanten, jeweils schriftlich.</li><li><strong>Klären Sie, wie der Fehler entstanden ist.</strong> Versehen, Leichtfertigkeit oder Vorsatz entscheiden darüber, ob eine Berichtigung genügt oder eine Selbstanzeige nötig ist.</li><li><strong>Zeigen Sie den Fehler dem Finanzamt an, auch wenn die Zahlen noch fehlen.</strong> Begründen Sie, warum Sie für die Richtigstellung noch Zeit brauchen.</li><li><strong>Lassen Sie prüfen, bevor Sie etwas abgeben.</strong> Melden Sie sich unter dieser Nummer <a href="tel:+%E2%80%8B494032890738" target="_blank" class="" style="outline: none;">040 / 32 89 07 38</a> oder schreiben Sie mir über das <a href="https://birch.de/kontakt/" target="_blank" class="" style="outline: none;">Kontaktformular</a>.<br></li></ol></div></div>
</div><div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update" style="" data-css="tve-u-19ee487a8e2">
	<div class="tve-page-section-out"></div>
	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-19edf0360c2"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" style="" data-css="tve-u-19edf207bc0"><h2 class="" style="" data-css="tve-u-19edf042a47">FAQ: Berichtigungserklärung nach § 153 AO</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_toggle tve-toggle-auto-collapse" data-columns="1" data-animation="slide-fade" data-animation-speed="fast" data-ct-name="Default" data-ct="toggle-55351" data-css="tve-u-19edb4392a0" style="">
	<div class="tve-toggle-grid tve-prevent-content-edit" style=""><div class="tve-toggle-column" data-index="1" style=""><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19edb455636">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19edb4392a0&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Was ist eine steuerliche Berichtigungserklärung nach § 153 AO?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC ">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19edb4392a4" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19edb87388d">Mit einer Berichtigungserklärung teilen Sie dem Finanzamt mit, dass eine abgegebene Erklärung falsch oder unvollständig ist, und liefern die richtigen Angaben nach. Sie sind dazu verpflichtet, wenn Sie den Fehler nachträglich erkennen und dadurch zu wenig Steuer festgesetzt wurde oder werden kann. Die Pflicht besteht, bis die Festsetzungsfrist abgelaufen ist.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19edb455639">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19edb4392a0&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Wieviel Zeit habe ich für eine Berichtigungserklärung nach § 153 AO?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19edb4392a6" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19edf0aae8e">Die Anzeige des Fehlers muss unverzüglich kommen, also ohne schuldhaftes Zögern. Eine feste Frist nennt das Gesetz nicht. Die richtigen Zahlen dürfen Sie in angemessener Frist nachreichen, wenn Sie Zeit für die Aufbereitung brauchen.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19edb45563b">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19edb4392a0&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
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						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Muss ich als Steuerberater die Erklärung meines Mandanten berichtigen?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19edb4392a7" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element tcb-highlight-added"><p style="" data-css="tve-u-19edf0b04c8">Nein. Verpflichtet ist nur der Steuerpflichtige, bei Unternehmen handeln die Geschäftsführer. Sie müssen Ihren Mandanten aber auf seine Pflicht hinweisen und dürfen an Folgeerklärungen mit dem bekannten Fehler nicht mitwirken.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19edf07bddd">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19edb4392a0&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
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						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Muss ein Erbe die Steuererklärungen des Verstorbenen berichtigen?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19edb4392a9" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19edf0dc5fe">Ja. Der Erbe tritt in die Pflichten des Erblassers ein, solange die Festsetzungsfrist läuft. Hat der Erblasser Steuern hinterzogen, sind das zehn Jahre. Schweigt der Erbe, obwohl er den Fehler kennt, begeht er selbst eine Steuerhinterziehung durch Unterlassen.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19edf07bddf">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19edb4392a0&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
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						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Was passiert, wenn ich einen erkannten Fehler nicht berichtige?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19edb4392a9" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19edf0e47b0">Dann begehen Sie eine Steuerhinterziehung durch Unterlassen (§ 370 Abs. 1 Nr. 2 AO). Die Festsetzungsfrist verlängert sich auf zehn Jahre, und es fallen Hinterziehungszinsen an. Das gilt auch, wenn der ursprüngliche Fehler ein bloßes Versehen war.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19edf07bde0">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19edb4392a0&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Wann reicht eine Berichtigung nicht aus?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19edb4392a9" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19edf0e80a4">Wenn Sie den Fehler schon bei der Abgabe kannten oder ihn für möglich hielten und in Kauf nahmen. Dann schützt Sie nur eine vollständige strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 AO. Bei grober Fahrlässigkeit wirkt die Berichtigung dagegen bußgeldbefreiend.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div></div></div>
</div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Quellen</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p id="tve-jump-1a18e938ddc">[1] § 153 Abgabenordnung – Berichtigung von Erklärungen, geltende Fassung. Absatz 4 eingefügt durch Gesetz vom 20. Dezember 2022 (BGBl. I S. 2730). <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__153.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__153.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e9437c5">[2] Bundessteuerberaterkammer: Stellungnahme zum Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität, Schreiben an das Bundesministerium der Finanzen vom 2. Oktober 2026. Bedenken gegen die angekündigte Abschaffung der Selbstanzeige „in ihrer heutigen Form“, Ausführungen zum Verhältnis von § 153 und § 371 AO. <a href="https://www.bstbk.de/downloads/bstbk/presse-und-kommunikation/stellungnahmen/BStBK_2026-42_2026-10-02_Stellungnahme_Aktionsplan_gegen_Steuer-_u._Finanzkriminalitaet.pdf" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.bstbk.de/downloads/bstbk/presse-und-kommunikation/stellungnahmen/BStBK_2026-42_2026-10-02_Stellungnahme_Aktionsplan_gegen_Steuer-_u._Finanzkriminalitaet.pdf</a>. Einordnung: Haufe, Stellungnahme zur Abschaffung der strafbefreienden Selbstanzeige, 6. Oktober 2026. <a href="https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/abschaffung-der-strafbefreienden-selbstanzeige_168_699748.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/abschaffung-der-strafbefreienden-selbstanzeige_168_699748.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e94c0df">[3] Bundesministerium der Finanzen: Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität: Entdeckungsrisiko und Abschreckung spürbar erhöhen, Pressemitteilung vom 16. Juli 2026. Enthält die Begründung mit den „falschen Anreizen“. Politische Absichtserklärung, kein Gesetzentwurf. <a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/07/2026-07-16-aktionsplan-gegen-steuerkriminalitaet.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/07/2026-07-16-aktionsplan-gegen-steuerkriminalitaet.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e95fdb7">[4] Art. 97 § 37 Abs. 2 und 3 Einführungsgesetz zur Abgabenordnung – Anwendung von § 153 Abs. 4 AO auf Steuern, die nach dem 31. Dezember 2024 entstehen, und auf ältere Jahre bei Prüfungsanordnung nach diesem Tag. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/aoeg_1977/art_97__37.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/aoeg_1977/art_97__37.html</a>. Einordnung: Flick Gocke Schaumburg, Anzeigepflicht bei BP-Feststellungen – § 153 Abs. 4 AO n.F. <a href="https://www.fgs.de/news-and-insights/blog/detail/anzeigepflicht-bei-bp-feststellungen-153-abs-4-ao-nf" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.fgs.de/news-and-insights/blog/detail/anzeigepflicht-bei-bp-feststellungen-153-abs-4-ao-nf</a></p><p id="tve-jump-1a18e96d4c8">[5] Bundesministerium der Finanzen: Anwendungserlass zur Abgabenordnung (AEAO) zu § 153, eingefügt durch BMF-Schreiben vom 23. Mai 2016 (IV A 3 – S 0324/15/10001). Verwaltungsanweisung, bindet die Finanzämter, nicht die Gerichte. Nr. 2.4 (Erkennen), Nr. 2.5 und 2.6 (Anfangsverdacht, Kontrollsystem), Nr. 2.8 (Versehen), Nr. 3 (Umfang), Nr. 4 (Verpflichtete), Nr. 5 (Zeitpunkt, Unterlassen). Textfassung: <a href="https://www.steuerschroeder.de/Berichtigung-Steuererklaerung-AEAO-153-AO.pdf" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.steuerschroeder.de/Berichtigung-Steuererklaerung-AEAO-153-AO.pdf</a></p><p>[6] §§ 169 und 170 Abgabenordnung – Festsetzungsfrist, Beginn der Festsetzungsfrist. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__169.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__169.html</a>, <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__170.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__170.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e98d5fa">[7] § 233a Abgabenordnung – Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen (Zinslauf nach 15 Monaten), § 238 Abs. 1a AO – 0,15 Prozent je Monat seit dem 1. Januar 2019. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__233a.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__233a.html</a>, <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__238.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__238.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e999fb9">[8] § 34 Abgabenordnung – Pflichten der gesetzlichen Vertreter und der Vermögensverwalter, § 35 AO – Pflichten des Verfügungsberechtigten. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__34.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__34.html</a>, <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__35.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__35.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e99f5db">[9] Bundesgerichtshof, Urteil vom 5. September 2017 – 1 StR 198/17. Täter einer Steuerhinterziehung durch aktives Tun kann auch sein, wen selbst keine steuerlichen Pflichten treffen. <a href="https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/17/1-198-17.pdf" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/17/1-198-17.pdf</a></p><p>[10] Bundesgerichtshof, Beschluss vom 20. Dezember 1995 – 5 StR 412/95, wistra 1996, 184. Keine eigene Berichtigungspflicht des Steuerberaters. Wiedergegeben nach Müller/Fischer, Ausgewählte Fragen zur Berichtigungspflicht nach § 153 AO, DStZ 2005, 25. Sekundärquelle, Entscheidung nicht im Original eingesehen. <a href="https://muellerfischer.de/pdf/publikationen/Nr._24_Ausgewahlte_Fragen_zur_Berichtigungspflicht_nach_P_153_AO.pdf" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://muellerfischer.de/pdf/publikationen/Nr._24_Ausgewahlte_Fragen_zur_Berichtigungspflicht_nach_P_153_AO.pdf</a></p><p id="tve-jump-1a18e9a6ab8">[11] Deutschendorf, Rico: Mandant ignoriert die Berichtigungspflicht gemäß § 153 AO, was bedeutet das für den Berater?, Praxis Steuerstrafrecht (PStR) 2019, 203. Hinweispflicht, Verschwiegenheit, keine Mitwirkung an Folgeerklärungen. <a href="https://www.iww.de/pstr/leserforum/der-steuerberater-fragt-der-strafverteidiger-antwortet-mandant-ignoriert-die-berichtigungspflicht-gemaess-153-ao-was-bedeutet-das-fuer-den-berater-f122453" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.iww.de/pstr/leserforum/der-steuerberater-fragt-der-strafverteidiger-antwortet-mandant-ignoriert-die-berichtigungspflicht-gemaess-153-ao-was-bedeutet-das-fuer-den-berater-f122453</a></p><p id="tve-jump-1a18e9b7428">[12] § 30 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz – Anzeige des Erwerbs binnen drei Monaten. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/erbstg_1974/__30.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/erbstg_1974/__30.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e9c4f3b">[13] Bundesfinanzhof, Urteil vom 21. Juni 2022 – VIII R 26/19. Der Erbe, der die Berichtigung unterlässt, begeht selbst eine Steuerhinterziehung; die Festsetzungsfrist läuft nicht ab, solange er verfolgt werden kann (§ 171 Abs. 7 AO). <a href="https://www.haufe.de/id/entscheidung/bfh-urteil-vom-21062022-viii-r-2619-veroeffentlicht-am-10112022-HI15410812.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.haufe.de/id/entscheidung/bfh-urteil-vom-21062022-viii-r-2619-veroeffentlicht-am-10112022-HI15410812.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e9cad5a">[14] Gesetz und Anwendungserlass nennen keine Frist in Wochen.</p><p id="tve-jump-1a18e9dd034">[15] § 162 Abgabenordnung – Schätzung von Besteuerungsgrundlagen. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__162.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__162.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e9e1986">[16] § 355 Abgabenordnung – Einspruchsfrist, § 122 Abs. 2 Nr. 1 AO – Bekanntgabe am vierten Tag nach Aufgabe zur Post, in dieser Fassung seit dem 1. Januar 2025. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__355.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__355.html</a>, <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__122.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__122.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e9f47b1">[17] § 378 Abgabenordnung – Leichtfertige Steuerverkürzung. Geldbuße bis 50.000 Euro, Absatz 3: bußgeldbefreiende Berichtigung. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__378.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__378.html</a></p><p id="tve-jump-1a18e9fb6c5">[18] § 370 Abgabenordnung – Steuerhinterziehung, § 371 AO – Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung (Absatz 1 Satz 2: mindestens die letzten zehn Kalenderjahre). <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__370.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__370.html</a>, <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__371.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__371.html</a></p><p id="tve-jump-1a18ea0ac34">[19] Bundesgerichtshof, Beschluss vom 17. März 2009 – 1 StR 479/08, BGHSt 53, 210. Berichtigungspflicht auch bei bedingtem Vorsatz im Zeitpunkt der Abgabe; Verhältnis zum Schutz vor Selbstbelastung. <a href="https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/08/1-479-08.pdf" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/08/1-479-08.pdf</a><br></p></div></div>
</div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p style="" data-css="tve-u-17babecfed5">Bild © David Nassim / fizz foto:graphy</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a18e8b7122">Erstmals veröffentlicht am 15. Januar 2022.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Transparenz und Haftungsausschluß</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Dieser Beitrag ist allgemeine Information und wurde mit großer Sorgfalt und Unterstützung von KI erstellt. Er ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihre konkreten Umstände. Es gilt der ausführliche Haftungsausschluss auf <a href="https://birch.de" target="_blank">https://birch.de</a>.</p></div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
<p>Dieser Post <a rel="nofollow" href="https://birch.de/berichtigungserklaerung-nach-153-ao/">Berichtigungserklärung nach § 153 AO: Wer muss wann handeln?</a> stammt von <a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a> und wurde verfasst von <a rel="nofollow" href="https://birch.de/author/stefanchristophbirch/">Stefan-Christoph Birch</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Selbstanzeige: Sperrgründe verhindern Straffreiheit</title>
		<link>https://birch.de/selbstanzeige-sperrgruende-verhindern-straffreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan-Christoph Birch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2026 21:55:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Steuerstrafrechtliche Selbstanzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfungsanordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Sperrwirkung]]></category>
		<category><![CDATA[Tatentdeckung Selbstanzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Zuschlag]]></category>
		<category><![CDATA[§ 371 Abs. 2 AO]]></category>
		<category><![CDATA[§ 398a AO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://birch.de/?p=877</guid>

					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/selbstanzeige-sperrgruende-verhindern-straffreiheit/">Selbstanzeige: Sperrgründe verhindern Straffreiheit</a></p>
<p>Welche es gibt, wie viel Zeit nach der Prüfungsanordnung bleibt und was über 25.000 Euro gilt. Alles über Selbstanzeige: Sperrgründe verhindern Straffreiheit.</p>
<p>Dieser Post <a rel="nofollow" href="https://birch.de/selbstanzeige-sperrgruende-verhindern-straffreiheit/">Selbstanzeige: Sperrgründe verhindern Straffreiheit</a> stammt von <a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a> und wurde verfasst von <a rel="nofollow" href="https://birch.de/author/stefanchristophbirch/">Stefan-Christoph Birch</a></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
<img src="https://mlt8oedmrvoh.i.optimole.com/cb:uxov.fb1/w:1920/h:1280/q:mauto/f:best/https://birch.de/wp-content/uploads/2023/08/selbstanzeige-sperrgruende-verhindern-straffreiheit.webp" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://birch.de/selbstanzeige-sperrgruende-verhindern-straffreiheit/">Selbstanzeige: Sperrgründe verhindern Straffreiheit</a></p>
<div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update">
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	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-1a10378bec3"><div class="thrv_wrapper thrv-columns" style="--tcb-col-el-width: 788.4;"><div class="tcb-flex-row v-2 tcb--cols--2"><div class="tcb-flex-col" data-css="tve-u-1a103788427" style=""><div class="tcb-col"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p data-css="tve-u-1a103788421" style=""><strong>Ihnen wird gerade ziemlich mulmig zu Mute, weil auf dem Schreibtisch bereits ein Brief vom Finanzamt liegt? Eine Außenprüfung steht an.</strong></p><p data-css="tve-u-1a103788421" style=""><br></p><p data-css="tve-u-1a103788421" style=""><strong>Um ein drohendes Strafverfahren jetzt noch abzuwenden, kommt Ihnen sofort die Selbstanzeige in den Sinn.</strong></p><p data-css="tve-u-1a103788421" style=""><br></p><p data-css="tve-u-1a103788421" style=""><strong>Das klappt aber nur, wenn keine „Sperrgründe“ vorliegen, die den Weg in die Straffreiheit versperren.</strong></p></div></div></div><div class="tcb-flex-col" data-css="tve-u-1a103788424" style=""><div class="tcb-col" data-css="tve-u-1a103788426" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad" style="" data-css="tve-u-1a103788422">
	<div class="tve-content-box-background"></div>
	<div class="tve-cb"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a103788423" style="--tve-border-width: 2px; border: 2px solid rgb(0, 0, 0) !important;">	<p><strong>Rechtsstand 3. Oktober 2026:</strong> § 371 Abgabenordnung (Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung) und § 398a AO (keine Strafverfolgung in besonderen Fällen) gelten unverändert. Den Plan, die strafbefreiende Selbstanzeige „in der heutigen Form“ abzuschaffen, gibt es bisher nur als Ankündigung im Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vom 16. Juli 2026, nicht als Gesetzentwurf.[<a href="#tve-jump-1a103ba588e" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">1</a>] Sobald sich daran etwas ändert, aktualisiere ich diesen Beitrag.</p></div></div>
</div></div></div></div></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Selbstanzeige: Sperrgründe verhindern Straffreiheit. Warum das jetzt wichtig ist</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Am 16. Juli 2026 stellten Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig den Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vor. Klingbeil sagte: „Wir wollen die Möglichkeit der strafbefreienden Selbstanzeige in ihrer heutigen Form abschaffen.“[<a href="#tve-jump-1a103bad725" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">2</a>]</p><p>Was der Aktionsplan bedeutet und was nicht, habe ich hier erklärt: <a href="https://birch.de/selbstanzeige-abgeschafft/" target="_blank" class="" style="outline: none;">Selbstanzeige abgeschafft? Was jetzt gilt – und wie lange</a>.</p><p>Im Visier hat das Ministerium ausdrücklich den Weg über § 398a AO (keine Strafverfolgung in besonderen Fällen). In der Pressemitteilung heißt es: „Aktuell ist es möglich, dass bei einer Selbstanzeige trotz einer Steuerstraftat von der Strafverfolgung gemäß § 398a Abgabenordnung (AO) abgesehen wird.“[<a href="#tve-jump-1a103ba588e" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">1</a>] Das ist genau der Ausweg, der nach wie vor gilt, wenn mehr als 25.000 Euro hinterzogen wurden.</p><p>Ein Gesetzentwurf zur Änderung der Selbstanzeige existiert bis heute nicht. Am 23. September 2026 hat das Bundeskabinett zwar einen Gesetzentwurf zur Kassenpflicht und zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung beschlossen. Die Selbstanzeige kommt darin aber nicht vor.[<a href="#tve-jump-1a103bba2da" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">3</a>]</p><p>Nach einem Pressebericht vom 22. September 2026 ist die Selbstanzeige laut Bundesfinanzministerium „derzeit kein Bestandteil des aktuellen Gesetzentwurfs zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung“. Im selben Bericht warnen acht Spitzenverbände der Wirtschaft vor einem „hohen Kollateralschaden“, sollte die Selbstanzeige in ihrer bisherigen Form abgeschafft werden.[<a href="#tve-jump-1a103bc029d" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">4</a>]</p><p>Noch gelten also die bestehenden Regeln für eine strafbefreiende Selbstanzeige. Wie Sie die Frage „jetzt handeln oder warten?“ für sich am besten beantworten, habe ich in einem eigenen Beitrag erklärt: <a href="https://birch.de/selbstanzeige-oder-abwarten/" target="_blank" class="" style="outline: none;">Selbstanzeige oder abwarten? Warum Warten teuer wird</a>.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Welche Sperrgründe schließen die strafbefreiende Selbstanzeige aus?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Zunächst einmal grundsätzlich: Ein Sperrgrund ist ein Umstand, nach dessen Eintritt eine Selbstanzeige nicht mehr strafbefreiend wirkt. § 371 Abs. 2 AO zählt die Sperrgründe abschließend auf:[<a href="#tve-jump-1a103bc527e" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">5</a>]</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><ol class=""><li><strong>Die Prüfungsanordnung ist Ihnen bekannt gegeben worden.</strong> Die Sperre gilt jedoch nur für die angekündigten Steuerarten und Jahre (§ 371 Abs. 2 Nr. 1a AO).</li><li><strong>Die Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens ist Ihnen bekannt gegeben worden</strong> (§ 371 Abs. 2 Nr. 1b AO).</li><li><strong>Ein Prüfer des Finanzamts kommt zu Ihnen</strong>, um eine Außenprüfung vorzunehmen. Auch hier gilt die Sperre nur für die betroffenen Jahre und Steuerarten (§ 371 Abs. 2 Nr. 1c AO).</li><li><strong>Ein Amtsträger wird bei Ihnen vorstellig, um eine Steuerstraftat zu ermitteln.</strong> Zum Beispiel die Steuerfahndung, der Zoll oder auch die Staatsanwaltschaft (§ 371 Abs. 2 Nr. 1d AO).</li><li><strong>Ein Amtsträger ist zu einer Nachschau erschienen und hat sich Ihnen gegenüber ausgewiesen.</strong> Gemeint sind aktuelle steuerliche Angelegenheiten Ihres laufenden Geschäftsbetriebs, wie zum Beispiel Umsatzsteuer-, Lohnsteuer- und etwa die Kassen-Nachschau (§ 371 Abs. 2 Nr. 1e AO).</li><li><strong>Die Tat war bereits entdeckt,</strong> und Sie wussten es oder mussten mit der Entdeckung rechnen (§ 371 Abs. 2 Nr. 2 AO).</li><li><strong>Die hinterzogene Steuer übersteigt 25.000 Euro je Tat</strong> (§ 371 Abs. 2 Nr. 3 AO).</li><li><strong>Es liegt ein besonders schwerer Fall vor</strong>, zum Beispiel wenn Sie als Mitglied einer Bande Steuern hinterziehen oder ein Amtsträger Ihnen dabei hilft (§ 371 Abs. 2 Nr. 4 AO).<br></li></ol></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Bei den Sperrgründen 7 und 8 bleibt aber ein Ausweg: Die Behörde sieht von der Verfolgung ab, wenn Sie zusätzlich zur Steuer- und Zinszahlung einen Zuschlag entrichten (§ 398a AO).[<a href="#tve-jump-1a103bcf0e7" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">7</a>] Mehr dazu im Verlauf dieses Beitrags.</p><p>Dies alles gilt für die Steuerhinterziehung. Sie setzt Vorsatz voraus, also dass Sie wussten oder zumindest in Kauf nahmen, dass zu wenig Steuern festgesetzt werden (§ 370 AO).[<a href="#tve-jump-1a103bd3ff9" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">14</a>]</p><p>Für die bloß leichtfertige Steuerverkürzung gilt ein milderer Maßstab. Leichtfertig handelt, wer im zivilrechtlichen Sinne grob fahrlässig handelt. Das ist keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit, und die bußgeldbefreiende Selbstanzeige ist nur dann gesperrt, wenn die Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens bekannt gegeben worden ist (§ 378 Abs. 3 AO).[<a href="#tve-jump-1a103bdb2cf" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">11</a>]<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Prüfungsanordnung im Briefkasten: Wie viel Zeit bleibt für die Selbstanzeige?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p><strong>Die Prüfungsanordnung muss Ihnen bekannt gegeben worden sein.</strong> So verlangt es die Abgabenordnung. Das ist jedoch nicht automatisch der Fall, nur weil das Schreiben des Finanzamts in Ihrem Briefkasten liegt.</p><p>§ 122 Abs. 2 Nr. 1 AO schafft hier Klarheit: Am vierten Tag nach der Aufgabe zur Post gilt die Prüfungsanordnung Ihnen gegenüber als bekannt gegeben.[<a href="#tve-jump-1a103be07af" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">6</a>] Bis Ende 2024 waren es übrigens noch drei Tage. Das Postrechtsmodernisierungsgesetz hat die Frist zum 1. Januar 2025 jedoch um einen Tag verlängert.[<a href="#tve-jump-1a103be07af" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">6</a>]</p><p>Gerechnet wird das Ganze ab dem Tag, an dem das Finanzamt den Brief zur Post gegeben hat. In der Regel ist das das Datum, das auf dem Schreiben steht. Wann Sie den Umschlag öffnen, spielt keine Rolle.</p><p>Bei anderen Sperrgründen gibt es dieses Zeitfenster übrigens nicht. Wurde ein Strafverfahren eingeleitet, steht die Steuerfahndung vor der Tür oder ist die Tat vom Finanzamt schon entdeckt, ist es zu spät.</p><p><strong>Die Sperre reicht nur so weit wie die Prüfungsanordnung.</strong> Das Gesetz beschränkt sie auf den „sachlichen und zeitlichen Umfang der angekündigten Außenprüfung“.[<a href="#tve-jump-1a103bc527e" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">5</a>] Kündigt das Finanzamt nur die Prüfung der Umsatzsteuer 2021 bis 2023 an, so bleibt zum Beispiel der Weg einer strafbefreienden Selbstanzeige für die Einkommensteuer offen.</p><p>Auch für die Umsatzsteuer der übrigen Jahre, die nicht in der Prüfungsanordnung genannt werden, können Sie noch eine Selbstanzeige erstatten (§ 371 Abs. 2 Satz 2 AO).<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Ermittlungsverfahren eingeleitet oder Prüfer vor der Tür: Ist die Selbstanzeige dann gesperrt?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Ja. Halten Sie bereits ein Schreiben in den Händen, mit dem Ihnen die Einleitung eines steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahrens bekannt gegeben worden ist? Dann haben Sie keine Chance mehr, eine Selbstanzeige mit Aussicht auf Straffreiheit abzugeben (vgl. § 371 Abs. 2 Nr. 1b AO).</p><p>Das gilt auch, wenn ein Amtsträger der Finanzverwaltung vor der Tür steht, sich ausweist und Ihnen mitteilt, dass er zum Beispiel eine Umsatzsteuer-Nachschau vornehmen möchte (§ 27b UStG).[<a href="#tve-jump-1a103bef092" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">10</a>]</p><p>Bei einer Nachschau kommt das Finanzamt unangemeldet in Ihre Geschäftsräume und sieht sich Unterlagen an. Gesperrt ist die Selbstanzeige dann für die betreffende Steuer und den Zeitraum, die der Amtsträger bei der Nachschau prüft.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Selbstanzeige: Sperrgründe verhindern Straffreiheit. Aber wann gilt die Tat als entdeckt?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Vorbei ist es auch mit der Straffreiheit, wenn die Tat zum Zeitpunkt der Selbstanzeige bereits entdeckt war. Hinzukommen muss, dass Sie – als Täter – dies wussten oder „bei verständiger Würdigung der Sachlage“ damit rechnen mussten (vgl. § 371 Abs. 2 Nr. 2 AO).[<a href="#tve-jump-1a103bc527e" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">5</a>]</p><p>Wann genau hat die Finanzverwaltung eine Tat „entdeckt“? Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) immer dann, wenn der Abgleich mit Ihren Steuererklärungen ergibt, dass Sie Einkünfte nicht ordnungsgemäß erklärt haben, oder zu hohe, in Wirklichkeit nicht angefallene Betriebsausgaben erklärt haben.[<a href="#tve-jump-1a103bfa333" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">8</a>]</p><p>Die Tat kann aber auch schon früher als entdeckt gelten, so der BGH. Das kann etwa der Fall sein, wenn Menschen, die Ihnen nahestehen, als Zeugen ausgesagt und Sie bei dem Finanzamt angeschwärzt haben. Entscheidend ist, ob bei vorläufiger Bewertung eine Verurteilung wahrscheinlich ist.[<a href="#tve-jump-1a103bfa333" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">8</a>]</p><p>Entdecken kann die Tat übrigens nicht nur das Finanzamt. 2017 hat der BGH entschieden, dass auch Privatpersonen oder ausländische Behörden eine Tat entdecken können, wenn zu erwarten ist, dass ihr Wissen bei den deutschen Behörden landet.[<a href="#tve-jump-1a103c03cdd" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">9</a>] Im entschiedenen Fall hatten griechische Behörden Provisionszahlungen aufgedeckt, die der Angeklagte in Deutschland nicht versteuert hatte.[<a href="#tve-jump-1a103c03cdd" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">9</a>]</p><p>Auch wenn Sie nicht wissen, dass Ihre Steuerhinterziehung bereits entdeckt ist, Sie aber bei verständiger Würdigung der Sachlage damit rechnen mussten, ist eine strafbefreiende Selbstanzeige nicht mehr möglich.</p><p>Salopp formuliert: Bei der Sachlage hätte es sich Ihnen doch aufdrängen müssen, dass Sie auffliegen.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Mehr als 25.000 Euro hinterzogen: Gibt es dann noch einen Weg in die Straffreiheit?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Selbst wenn Sie all diese Klippen umschifft haben, ist der Weg in die Straffreiheit versperrt, wenn die hinterzogene Steuer 25.000 Euro je Tat übersteigt (vgl. § 371 Abs. 2 Nr. 3 AO). Jede falsche Steuererklärung gilt dabei als eine eigene Tat, etwa die Einkommensteuererklärung eines Jahres.</p><p>Aber auch dann ist die Tür noch nicht endgültig verschlossen.</p><p>Sie können Ihren Kopf auch jetzt noch aus der Schlinge ziehen, wenn Sie Zuschläge entrichten. Dann sieht die Behörde von der Verfolgung ab (§ 398a Abs. 1 AO).[<a href="#tve-jump-1a103bcf0e7" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">7</a>] Dafür müssen Sie innerhalb der Frist, die man Ihnen setzt, folgende Zahlungen vornehmen:<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv-styled_list" data-icon-code="icon-check" data-css="tve-u-1a191e981cb" style=""><ul class="tcb-styled-list"><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7" style=""><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e981cd" style=""><strong>die hinterzogenen Steuern samt Hinterziehungszinsen</strong> in Höhe von sechs Prozent im Jahr (§§ 235, 238 AO)[<a href="https://birch.de/selbstanzeige-sperrgruende-verhindern-straffreiheit/?tve=true&amp;tcbf=e2cc5f649c#tve-jump-1a103c1a6c6" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">13</a>] und</span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7" style=""><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e981cd" style=""><strong>einen Zuschlag zugunsten der Staatskasse</strong>, gestaffelt nach der Höhe der hinterzogenen Steuer je Tat.</span></li></ul></div><div class="thrv_wrapper thrv_table tcb-fixed" data-ct-name="Dotted lines" data-ct="table-37798" data-element-name="Table" data-css="tve-u-1a1039c781c"><table data-rows="4" data-cols="2" class="tve_table tcb-fixed tve_table_flat" data-css="tve-u-1a1039c7818" data-v="middle" style=""><thead data-css="tve-u-1a1039c781a"><tr class="tve_table_row"><th class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0df5ff2cf" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de781982"><p data-css="tve-u-1a1039c781e" style="font-size: 18px !important;"><strong>Hinterzogene Steuer je Tat</strong></p></div></th><th class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0df5ff2d1" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p data-css="tve-u-1a1039c781f" style="font-size: 18px !important;"><strong>Zuschlag nach § 398a AO</strong></p></div></th></tr></thead><tbody data-css="tve-u-1a1039c781b"><tr class="tve_table_row"><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de78198e" data-th="Jahr" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a1039c7821" style="">mehr als 25.000 bis 100.000 Euro</p></div></td><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de781991" data-th="Selbstanzeigen bundesweit" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a1039c7820" style="">10 Prozent</p></div></td></tr><tr class="tve_table_row"><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de781996" data-th="Jahr" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a1039c7820" style="">mehr als 100.000 bis 1.000.000 Euro</p></div></td><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de781997" data-th="Selbstanzeigen bundesweit" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a1039c7820" style="">15 Prozent</p></div></td></tr><tr class="tve_table_row"><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de78199b" data-th="Jahr" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a1039c7820" style="">mehr als 1.000.000 Euro</p></div></td><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de78199c" data-th="Selbstanzeigen bundesweit" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a1039c7820" style="">20 Prozent</p></div></td></tr></tbody></table></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Ein Beispiel: Sie haben für ein Jahr 60.000 Euro Einkommensteuer hinterzogen. Dann zahlen Sie die 60.000 Euro, die Zinsen und zusätzlich 6.000 Euro Zuschlag.</p><p>Die Frist setzt Ihnen die Bußgeld- und Strafsachenstelle des Finanzamts oder die Staatsanwaltschaft. Wenn Sie fristgerecht zahlen, ist der Fall für Sie erledigt. Das Verfahren wird strafrechtlich nicht weiter verfolgt.</p><p>Der Weg hat jedoch einige Haken. So ist der Zuschlag verloren, wenn die Behörde am Ende doch nicht von der Verfolgung absieht (§ 398a Abs. 4 AO). Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn hinterzogene Steuern und/oder Hinterziehungszinsen nicht oder nicht vollständig bezahlt werden.</p><p>Auch wenn die festgesetzten Beträge zwar vollständig aber zu spät gezahlt werden, ist der Zuschlag weg. Schließlich darf die Behörde das Verfahren wieder aufnehmen, wenn sie nachträglich erkennt, dass die Selbstanzeige nicht vollständig war (§ 398a Abs. 3 AO).[<a href="#tve-jump-1a103bcf0e7" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">7</a>]</p><p><strong>Genau diesen Weg will der Aktionsplan offenbar schließen.</strong>[<a href="#tve-jump-1a103ba588e" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">1</a>] Wo eine künftige Grenze liegen soll, ist völlig offen. Am stärksten trifft eine Reform deshalb nach meiner Einschätzung wohl alle, die mehr als 25.000 Euro je Tat hinterzogen haben.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Setzt die Selbstanzeige wirklich falsche Anreize?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Das Bundesfinanzministerium begründet seinen Plan so: „Die Selbstanzeige setzt falsche Anreize, sich erst zu offenbaren, wenn man die Entdeckung befürchtet.“[1]</p><p>Diese Begründung verkürzt jedoch die Motive derjenigen, die gute Gründe für eine strafbefreiende Selbstanzeige haben, auf die Furcht vor Entdeckung und Verfolgung. Das halte ich für unangemessen und es geht an den Lebenssachverhalten mancher Steuerpflichtiger auch vorbei.</p><p>Einige Menschen reut ihre frühere Steuerunehrlichkeit und sie wollen schlicht „reinen Tisch machen“. Andere wiederum wollen ihren Erben eine künftige steuerliche Belastung und ein mögliches strafrechtliches Risiko ersparen. Auch das sind legitime Gründe für eine Selbstanzeige.</p><p>Das Argument des Finanzministers, sich nur dann den Behörden zu offenbaren, wenn man Angst vor Entdeckung hat, greift zu kurz. Die Abgabenordnung regelt ja bereits Fälle, in denen die Abgabe einer Selbstanzeige nicht mehr zur Strafbefreiung führt, § 371 Abs. 2 AO.</p><p>Wer die Prüfungsanordnung im Briefkasten hat, wem die Steuerfahndung gegenübersteht oder wer mit der Entdeckung rechnen muss, kann sich schon jetzt nicht mehr straffrei selbst anzeigen.[<a href="#tve-jump-1a103bc527e" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">5</a>]</p><p>Die Begründung des Ministeriums beschreibt deshalb eine Lücke, die das Gesetz seit Jahren bereits geschlossen hat.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Selbstanzeige gesperrt – was passiert dann?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Kann die Selbstanzeige keine Wirkung entfalten, weil einer der Sperrgründe vorliegt, müssen Sie das Straf- oder Bußgeldverfahren über sich ergehen lassen. Ihr gescheitertes Bemühen, die steuerlichen Angelegenheiten gerade zu rücken, wirkt sich dann nur noch bei der Strafzumessung aus (vgl. § 46 Abs. 2 StGB).[<a href="#tve-jump-1a103c2cf63" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">12</a>]</p><p>Mit anderen Worten: Wenn Sie die Karten offen auf den Tisch legen und Sperrgründe eine Straffreiheit verhindern, können Sie nur noch mit etwas Milde bei der Strafzumessung rechnen.</p><p>Bedenken Sie aber: Auch eine unwirksame Selbstanzeige ist ein Geständnis. Sie liefert dem Finanzamt die Zahlen, die es sonst erst ermitteln müsste. Klären Sie deshalb vor jeder Abgabe, ob ein Sperrgrund vorliegt.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Was Sie jetzt tun sollten</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><ol class=""><li><strong>Öffnen Sie Post vom Finanzamt sofort.</strong> Prüfen Sie das Datum auf dem Schreiben. Am vierten Tag danach gilt eine Prüfungsanordnung als bekannt gegeben.</li><li><strong>Lesen Sie die Prüfungsanordnung genau.</strong> Welche Steuern, welche Jahre? Nur dafür greift die Sperre.</li><li><strong>Machen Sie keine Angaben, wenn Prüfer oder Steuerfahndung vor der Tür stehen.</strong> Als Beschuldigter müssen Sie sich nicht zur Sache äußern. Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Steuerstrafverteidiger.</li><li><strong>Rechnen Sie die Kosten durch.</strong> Steuern, Zinsen und bei mehr als 25.000 Euro hinterzogener Steuern je Tat der Zuschlag. Sie müssen wissen, ob Sie all das fristgerecht zahlen können.</li><li><strong>Lassen Sie prüfen, ob ein Sperrgrund vorliegt, bevor Sie etwas abgeben.</strong> Rufen Sie mich an unter 040 /32 89 07 38 oder schreiben Sie mir über das <a href="https://birch.de/kontakt/" target="_blank" class="" style="outline: none;">Kontaktformular</a>.</li></ol></div></div>
</div><div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update">
	<div class="tve-page-section-out"></div>
	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-1a103a8ac67"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">FAQ: Selbstanzeige: Sperrgründe verhindern Straffreiheit</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update" style="" data-css="tve-u-1a103a94424">
	<div class="tve-page-section-out"></div>
	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-1a103a94414"><div class="thrv_wrapper thrv_toggle tve-toggle-auto-collapse" data-columns="1" data-animation="slide-fade" data-animation-speed="fast" data-ct-name="Default" data-ct="toggle-55351" data-css="tve-u-1a103a94409" style="">
	<div class="tve-toggle-grid tve-prevent-content-edit" style=""><div class="tve-toggle-column" data-index="1" style=""><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a103a9440e">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a103a94409&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Welche Sperrgründe gibt es bei der Selbstanzeige?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC ">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a103a9440a" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a103a94413">§ 371 Abs. 2 AO nennt acht Fälle. Dazu gehören die bekannt gegebene Prüfungsanordnung, die bekannt gegebene Einleitung eines Strafverfahrens, das Erscheinen eines Prüfers, Fahnders oder Amtsträgers zur Nachschau und die Entdeckung der Tat. Gesperrt ist auch, wer mehr als 25.000 Euro je Tat hinterzogen hat oder einen besonders schweren Fall der Steuerhinterziehung verwirklicht hat.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a103a9440f">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a103a94409&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Wie lange habe ich nach Erhalt der Prüfungsanordnung noch Zeit für eine Selbstanzeige?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a103a9440b" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a103a9441c">Die Prüfungsanordnung gilt am vierten Tag nach Aufgabe durch das Finanzamt zur Post als bekannt gegeben. Bis dahin ist eine Selbstanzeige noch möglich. Seit dem 1. Januar 2025 sind es vier statt drei Tage.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a103a94410">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a103a94409&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Ist eine Selbstanzeige noch möglich, wenn das Ermittlungsverfahren schon eingeleitet ist?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a103a9440c" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element tcb-highlight-added"><p style="" data-css="tve-u-1a103a9441d">Nein, jedenfalls nicht mehr mit strafbefreiender Wirkung. Sobald Ihnen die Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens bekannt gegeben worden ist, ist der Weg versperrt. Eine Selbstanzeige kann sich dann nur noch mildernd auf die Strafe auswirken.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a103a94416">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a103a94409&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Wann gilt eine Steuerhinterziehung als entdeckt?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a103a9440d" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a103a9441e">Nach dem BGH ist die Tat entdeckt, wenn bei vorläufiger Bewertung eine Verurteilung wahrscheinlich ist. Das ist stets der Fall, wenn der Abgleich zwischen den Erkenntnissen des Finanzamts und Ihren Steuererklärungen Unregelmäßigkeiten zu Tage fördert. Entdecken können auch Privatpersonen oder ausländische Behörden, wenn ihr Wissen voraussichtlich bei den deutschen Finanzbehörden landet.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a103a94417">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a103a94409&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Was gilt, wenn ich mehr als 25.000 Euro je Tat hinterzogen habe?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a103a9440d" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a103a9441f">Dann tritt nicht automatisch Straffreiheit nach § 371 AO ein. Die Behörde sieht aber von der Verfolgung ab, wenn Sie Steuern, Zinsen und einen Zuschlag von 10, 15 oder 20 Prozent fristgerecht zahlen (§ 398a AO). Diesen Weg will der Aktionsplan vom 16. Juli 2026 offensichtlich abschaffen. Ein Gesetzentwurf liegt jedoch noch nicht vor.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a103a94418">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a103a94409&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Ist die strafbefreiende Selbstanzeige also abgeschafft?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a103a9440d" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a103a94420">Nein. § 371 AO und § 398a AO gelten unverändert. Der Aktionsplan vom 16. Juli 2026 ist eine politische Ankündigung, kein Gesetz. Auch der Kabinettsentwurf vom 23. September 2026 zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung enthält keine Regelung zur Selbstanzeige.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div></div></div>
</div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Quellen</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p id="tve-jump-1a103ba588e">[1] Bundesministerium der Finanzen: Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität: Entdeckungsrisiko und Abschreckung spürbar erhöhen, Pressemitteilung vom 16. Juli 2026. Enthält die Passagen zu § 398a AO und zu den „falschen Anreizen“. <a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/07/2026-07-16-aktionsplan-gegen-steuerkriminalitaet.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/07/2026-07-16-aktionsplan-gegen-steuerkriminalitaet.html</a></p><p id="tve-jump-1a103bad725">[2] Bundesministerium der Finanzen: Pressekonferenz: Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vorgestellt, Textfassung vom 16. Juli 2026. Quelle des wörtlichen Zitats von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. <a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Video-Textfassungen/2026/textfassung-2026-07-16-steuekriminalitaet.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Video-Textfassungen/2026/textfassung-2026-07-16-steuekriminalitaet.html</a></p><p id="tve-jump-1a103bba2da">[3] Bundesministerium der Finanzen: Gesetzgebungsseite zum Entwurf eines Gesetzes zur Kassenpflicht und zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Referentenentwurf vom 7. August 2026 und Regierungsentwurf. <a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Gesetzestexte/Gesetze_Gesetzesvorhaben/Abteilungen/Abteilung_IV/21_Legislaturperiode/2026-08-07-G-Kassenpflicht/0-Gesetz.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Gesetzestexte/Gesetze_Gesetzesvorhaben/Abteilungen/Abteilung_IV/21_Legislaturperiode/2026-08-07-G-Kassenpflicht/0-Gesetz.html</a> Zum Kabinettsbeschluss vom 23. September 2026: PwC Deutschland, Blog Steuern &amp; Recht, Gesetzentwurf zur Einführung einer Kassenpflicht vom Bundeskabinett beschlossen. <a href="https://blogs.pwc.de/en/steuern-und-recht/article/257009/gesetzentwurf-zur-einfuehrung-einer-kassenpflicht-vom-bundeskabinett-beschlossen" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://blogs.pwc.de/en/steuern-und-recht/article/257009/gesetzentwurf-zur-einfuehrung-einer-kassenpflicht-vom-bundeskabinett-beschlossen</a>.</p><p id="tve-jump-1a103bc029d">[4] Elzer, Christoph: Wegen Fehler in der Steuererklärung ins Gefängnis? Wirtschaft warnt vor Ende der strafbefreienden Selbstanzeige, Wetterauer Zeitung (Ippen Media), 22. September 2026. Stützt sich auf ein Schreiben von acht Wirtschaftsverbänden, das der WirtschaftsWoche vorlag, und gibt eine Stellungnahme des Bundesfinanzministeriums wieder. Sekundärquelle. <a href="https://www.wetterauer-zeitung.de/wirtschaft/ende-der-strafbefreienden-selbstanzeige-geplant-gefahr-bei-steuererklaerung-zr-94504418.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.wetterauer-zeitung.de/wirtschaft/ende-der-strafbefreienden-selbstanzeige-geplant-gefahr-bei-steuererklaerung-zr-94504418.html</a></p><p id="tve-jump-1a103bc527e">[5] § 371 Abgabenordnung – Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung, geltende Fassung. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__371.html" target="_blank" class="" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__371.html</a></p><p id="tve-jump-1a103be07af">[6] § 122 Abgabenordnung – Bekanntgabe des Verwaltungsakts. Absatz 2 Nr. 1 in der Fassung des Postrechtsmodernisierungsgesetzes vom 15. Juli 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 236), vier Tage seit dem 1. Januar 2025. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__122.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__122.html</a></p><p id="tve-jump-1a103bcf0e7">[7] § 398a Abgabenordnung – Absehen von Verfolgung in besonderen Fällen. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__398a.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__398a.html</a></p><p id="tve-jump-1a103bfa333">[8] Bundesgerichtshof, Beschluss vom 20. Mai 2010 – 1 StR 577/09. Grundsatzentscheidung zur Tatentdeckung, Randnummern 24 bis 32. <a href="https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/09/1-577-09.php" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/09/1-577-09.php</a></p><p id="tve-jump-1a103c03cdd">[9] Bundesgerichtshof, Urteil vom 9. Mai 2017 – 1 StR 265/16. Tatentdeckung auch durch Privatpersonen und ausländische Behörden. <a href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&amp;Datum=09.05.2017&amp;Aktenzeichen=1+StR+265%2F16" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&amp;Datum=09.05.2017&amp;Aktenzeichen=1+StR+265%2F16</a> Einordnung: KPMG Law, Tatentdeckung im Steuerstrafrecht auch durch ausländische Behörden möglich.<a href="http:// https://kpmg-law.de/bundesgerichtshof-tatentdeckung-im-steuerstrafrecht-auch-durch-auslaendische-behoerden-moeglich/" target="_blank" class="" style="outline: none;"> https://kpmg-law.de/bundesgerichtshof-tatentdeckung-im-steuerstrafrecht-auch-durch-auslaendische-behoerden-moeglich/</a></p><p id="tve-jump-1a103bef092">[10] § 27b Umsatzsteuergesetz – Umsatzsteuer-Nachschau. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__27b.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__27b.html</a></p><p id="tve-jump-1a103bdb2cf">[11] § 378 Abgabenordnung – Leichtfertige Steuerverkürzung. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__378.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__378.html</a></p><p id="tve-jump-1a103c2cf63">[12] § 46 Strafgesetzbuch – Grundsätze der Strafzumessung. Absatz 2 nennt das Verhalten nach der Tat. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__46.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__46.html</a></p><p id="tve-jump-1a103c1a6c6">[13] § 238 Abgabenordnung – Höhe und Berechnung der Zinsen. 0,5 Prozent je Monat für Hinterziehungszinsen. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__238.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__238.html</a></p><p id="tve-jump-1a103bd3ff9">[14] § 370 Abgabenordnung – Steuerhinterziehung. Strafbar ist nur die vorsätzliche Tat. Leichtfertiges Handeln erfasst § 378 AO als Ordnungswidrigkeit.<a href="http:// https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__370.html" target="_blank" class="" style="outline: none;"> https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__370.html</a><br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p data-css="tve-u-17babe54724" style="">Bild © Dean Moriarty / Pixabay</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a103fd1379">Erstmals veröffentlicht am 18. Dezember 2021. Zuletzt aktualisiert am 3. Oktober 2026.&nbsp;</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Transparenz und Haftungsausschluß</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Dieser Beitrag ist allgemeine Information und wurde mit großer Sorgfalt und Unterstützung von KI erstellt. Er ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihre konkreten Umstände. Es gilt der ausführliche Haftungsausschluss auf <a class="" href="https://birch.de/" style="outline: none;" target="_blank">https://birch.de</a>.</p></div></div>
</div></div>
</div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
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		<title>Selbstanzeige oder abwarten? Warum Warten teuer wird</title>
		<link>https://birch.de/selbstanzeige-oder-abwarten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan-Christoph Birch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2026 18:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Steuerstrafrechtliche Selbstanzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckungsrisiko]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstanzeige jetzt oder später]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstanzeige noch möglich]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstanzeige oder abwarten]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstanzeige Reform 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerhinterziehung]]></category>
		<category><![CDATA[§ 371 AO Änderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://birch.de/?p=1705</guid>

					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
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<p>Eine vollständige Selbstanzeige bedeutet heute noch Straffreiheit. Warum warten das Risiko erhöht und was es Sie kostet. Also: Selbstanzeige oder abwarten?</p>
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	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-1a0de5468e5"><div class="thrv_wrapper thrv-columns" style="--tcb-col-el-width: 788.4;"><div class="tcb-flex-row v-2 tcb--cols--2"><div class="tcb-flex-col" data-css="tve-u-1a0e4ddad1f" style=""><div class="tcb-col"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p data-css="tve-u-1a0df6ed0df" style=""><strong>Rund 40.000 Menschen <strong>gaben im Jahr 2014&nbsp;</strong>in Deutschland eine Selbstanzeige ab. Ein Jahr später waren es nur noch 15.120. Im Jahr 2016 gerade mal noch 4.373.[</strong><a class="tve-jump-scroll" href="#tve-jump-1a0dea5b81a" jump-animation="smooth" style="outline: none;"><strong>1</strong></a><strong>] Dazwischen lag der 1. Januar 2015. An diesem Tag trat die letzte Verschärfung der Selbstanzeige in Kraft.[</strong><a class="tve-jump-scroll" href="#tve-jump-1a0dea685e2" jump-animation="smooth" style="outline: none;"><strong>2</strong></a><strong>]</strong></p><p data-css="tve-u-1a0df6ed0df" style=""><br></p><p data-css="tve-u-1a0df6ed0df" style=""><strong><strong><strong>Weil nun erneut eine Änderung droht, stellt sich die Frage: 'Selbstanzeige oder abwarten?' Die Antwort darauf ist klar: Handeln Sie jetzt, bevor es zu spät ist.</strong></strong></strong></p></div></div></div><div class="tcb-flex-col" data-css="tve-u-1a0df772dd1" style=""><div class="tcb-col" data-css="tve-u-1a0df773a6b" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad" style="" data-css="tve-u-1a0df727e06">
	<div class="tve-content-box-background"></div>
	<div class="tve-cb"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0df72ef1c" style="--tve-border-width: 2px; border: 2px solid rgb(0, 0, 0) !important;">	<p><strong>Rechtsstand 23. September 2026:</strong> Selbstanzeige oder abwarten? Der Berliner Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vom 16. Juli 2026 ist eine politische Ankündigung, kein Gesetz. § 371 AO gilt unverändert. Ein Gesetzentwurf zur Selbstanzeige liegt bis heute nicht vor. Sobald sich das ändert, aktualisiere ich diesen Beitrag.&nbsp;</p></div></div>
</div></div></div></div></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Eine vollständige Selbstanzeige und nachgezahlte Steuern, Zinsen und etwaige Zuschläge bedeuten jetzt noch Straffreiheit. Ihr Vorgang ist damit bereits vom Tisch, bevor ein neues Gesetz überhaupt in Kraft treten kann. Wer wartet, riskiert, dass ein neues Gesetz die strafbefreiende Selbstanzeige wesentlich erschwert.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Warum die Frage „Selbstanzeige oder abwarten?” jetzt wichtig ist<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Am 16. Juli 2026 stellten das Bundesfinanzministerium und das Bundesjustizministerium einen Aktionsplan mit 26 Maßnahmen vor.[<a href="#tve-jump-1a0dea6f698" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">3</a>] Eine davon betrifft die strafbefreiende Selbstanzeige.</p><p>Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sagte dazu in der Pressekonferenz: „Wir wollen die Möglichkeit der strafbefreienden Selbstanzeige in ihrer heutigen Form abschaffen. Kriminelle sollen sich nicht mehr so leicht freikaufen können.”[<a href="#tve-jump-1a0dea75270" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">4</a>] Angekündigt waren erste Gesetzentwürfe für August 2026.</p><p>Heute, zwei Monate später, liegt noch kein Gesetzentwurf vor. Was der Aktionsplan tatsächlich ändert und was nicht, habe ich in einem eigenen Beitrag erklärt: <a href="https://birch.de/selbstanzeige-abgeschafft/" target="_blank" class="" style="outline: none;">Selbstanzeige abgeschafft? Was jetzt gilt – und wie lange.</a></p><p>Für Sie ist die Lage damit ebenso eindeutig wie unangenehm. Das aktuelle Recht gilt weiter. Das neue Recht ist noch nicht in Sicht. Niemand weiß, wie lange das noch so bleibt.</p><p>Eine Frage also bleibt: "Selbstanzeige oder abwarten"?<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Was wird aus meiner Selbstanzeige, wenn das neue Gesetz kommt?<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Im Strafrecht gilt der Grundsatz aus § 2 Abs. 1 StGB: „Die Strafe und ihre Nebenfolgen bestimmen sich nach dem Gesetz, das zur Zeit der Tat gilt.” Für gesetzliche Änderungen zwischen Tat und Urteil ordnet § 2 Abs. 3 StGB an, dass das mildeste Gesetz anzuwenden ist.[<a href="#tve-jump-1a0dea84225" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">5</a>]</p><p>Wie ein künftiges Gesetz mit Fällen umgeht, die im Übergang zwischen alter und neuer Rechtslage liegen, weiß heute niemand. In vergleichbaren Fällen hat der Gesetzgeber häufig einen Stichtag ins Gesetz geschrieben, ab dem das neue Recht gilt.</p><p>Im Jahr 2015 war das schlicht der Tag des Inkrafttretens, der 1. Januar.[<a href="#tve-jump-1a0dea685e2" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">2</a>] Wer vorher eine Selbstanzeige abgegeben hatte, für den galt noch das alte Recht. Für alle anderen das neue.</p><p>Eines steht dagegen fest: Wenn Sie Ihre Selbstanzeige heute vollständig erstatten, dann ist Ihr Vorgang nach Zahlung von Steuern und Zinsen erledigt. Erledigt heißt: Das Verfahren wird eingestellt und Sie bleiben straffrei.</p><p>Eine klare Antwort auf die Frage: "Selbstanzeige oder abwarten?"</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<h2 class="">Kann eine neue Regelung nicht auch günstiger ausfallen?<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Das ist äußerst unwahrscheinlich.</p><p>Der Finanzminister will die Selbstanzeige „in ihrer heutigen Form abschaffen”.[<a href="#tve-jump-1a0dea75270" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">4</a>] Der Aktionsplan trägt den Titel „gegen Steuer- und Finanzkriminalität” und bündelt 26 Maßnahmen, die alle in eine Richtung zeigen: mehr Entdeckung, mehr Abschreckung, weniger Ausstiegsmöglichkeiten.[<a href="#tve-jump-1a0dea6f698" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">3</a>] Diskutiert werden Schwellenwerte, oberhalb derer nur noch eine Strafmilderung bliebe statt der Straffreiheit.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Was kostet das Warten, wenn kein neues Gesetz kommt?<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Auch wenn Sie eine Antwort auf die Frage "Selbstanzeige oder abwarten" zunächst zurückstellen, läuft die Zeit in jedem Fall gegen Sie, aus mindestens drei Gründen:</p><p><strong>Das Entdeckungsrisiko bleibt und steigt womöglich.</strong> Vom 30. September 2026 an übermittelt Deutschland die Kontodaten für das Meldejahr 2026 an die Partnerstaaten, und bekommt im Gegenzug Daten über deutsche Steuerpflichtige im Ausland.[<a href="#tve-jump-1a0deab5c82" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">6</a>] Die Liste der Staaten, die am automatischen Informationsaustausch teilnehmen, ist in der Vergangenheit stetig gewachsen.</p><p><strong>Für Inhaber von Kryptowerten wird es gefährlich.</strong> Der Grund: Das neue Kryptowerte-Steuertransparenz-Gesetz regelt die Meldepflichten der Krypto-Anbieter. Die müssen ab dem Jahr 2026 Daten an das Bundeszentralamt für Steuern übermitteln, erstmalig 2027.[<a href="#tve-jump-1a0deabc2bf" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">7</a>] Wer seine Gewinne aus dem Kryptohandel nicht erklärt hat, muss mit Entdeckung rechnen.</p><p><strong>Ein Brief des Finanzamts kann das Aus für die Selbstanzeige bedeuten.</strong> Die Selbstanzeige ist gesperrt, sobald ein Sperrgrund eingetreten ist, etwa eine bekannt gegebene Prüfungsanordnung (vgl. § 371 Abs. 2 AO). Das passiert ohne Vorwarnung und ohne Rücksicht darauf, wie weit Sie eine Selbstanzeige schon vorbereitet haben.</p><p>Welche Sperrgründe es gibt, habe ich hier zusammengestellt: <a href="https://birch.de/selbstanzeige-sperrgruende-verhindern-straffreiheit/" target="_blank" class="" style="outline: none;">Sperrgründe verhindern Straffreiheit</a>.</p><p>Eine vollständige Selbstanzeige braucht Zeit. Bankauskünfte über einen Zeitraum von zehn Jahren können mehrere Wochen dauern.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Selbstanzeige oder abwarten? Was sagen die Zahlen von 2015 über das, was jetzt kommt?<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Die Folgen der letzten Verschärfung sind gut dokumentiert. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_table tcb-fixed" data-ct-name="Dotted lines" data-ct="table-37798" data-element-name="Table" data-css="tve-u-1a0de78197e"><table data-rows="4" data-cols="2" class="tve_table tcb-fixed tve_table_flat" data-css="tve-u-1a0de78197f" data-v="middle" style=""><thead data-css="tve-u-1a0de781980"><tr class="tve_table_row"><th class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0df5ff2cf" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de781982"><p data-css="tve-u-1a0de781983" style="font-size: 18px !important;"><strong>Jahr</strong></p></div></th><th class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0df5ff2d1" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p data-css="tve-u-1a0de781985" style="font-size: 18px !important;"><strong>Selbstanzeigen bundesweit</strong></p></div></th></tr></thead><tbody data-css="tve-u-1a0de78198c"><tr class="tve_table_row"><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de78198e" data-th="Jahr" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a0de781990" style="">2014</p></div></td><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de781991" data-th="Selbstanzeigen bundesweit" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a0de781992" style="">Rund 40.000</p></div></td></tr><tr class="tve_table_row"><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de781996" data-th="Jahr" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a0de781992" style="">2015</p></div></td><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de781997" data-th="Selbstanzeigen bundesweit" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a0de781992" style="">15.120</p></div></td></tr><tr class="tve_table_row"><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de78199b" data-th="Jahr" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a0de781992" style="">2016</p></div></td><td class="tve_table_cell" data-css="tve-u-1a0de78199c" data-th="Selbstanzeigen bundesweit" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0de78198f"><p data-css="tve-u-1a0de781992" style="">4.373</p></div></td></tr></tbody></table></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Diese Werte stammen aus einer Umfrage des Handelsblatts bei den sechzehn Finanzministerien der Länder.[<a href="#tve-jump-1a0dea5b81a" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">1</a>] Den Ausschlag nach oben im Jahr 2014 führten die Finanzbehörden selbst auf einen sogenannten Vorzieheffekt zurück: Menschen handelten, bevor die strengeren Regeln griffen.[<a href="#tve-jump-1a0dea5b81a" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">1</a>] Danach wurden deutlich weniger Selbstanzeigen erstattet.</p><p>Für den Fiskus ist das kein gutes Geschäft. Allein aus Selbstanzeigen mit Bezug zu Schweizer Konten nahmen die Länder bis Ende 2016 rund sechs Milliarden Euro ein, davon etwa 1,2 Milliarden in Nordrhein-Westfalen.[<a href="#tve-jump-1a0dea5b81a" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">1</a>]</p><p>Freiwillige Mitwirkung ist die billigste Form der Steuererhebung, die der Staat hat. Sie kostet keine Fahndung, keine Durchsuchung, kein Gerichtsverfahren.</p><p>Nach jeder Verschärfung des § 371 AO wurden wesentlich weniger Selbstanzeigen erstattet. Weniger Selbstanzeigen bedeuten weniger Nachzahlungen und weniger Zinsen. Die Reform rechnet sich nicht für den Staat.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Selbstanzeige oder abwarten? Was Sie jetzt tun sollten</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><ol class=""><li><strong>Verschaffen Sie sich Klarheit, ob ein Sperrgrund vorliegt.</strong> Gibt es ein Schreiben des Finanzamts? Ist eine Prüfung angekündigt? Das entscheidet, ob die strafbefreiende Selbstanzeige noch möglich ist.</li><li><strong>Sammeln Sie die Unterlagen, bevor Sie etwas erklären.</strong> Bankbelege, Depotauszüge, Börsenexporte bei Kryptowerten. Eine unvollständige Selbstanzeige nützt Ihnen nichts. Sie liefert der Finanzverwaltung quasi ein Geständnis.</li><li><strong>Rechnen Sie die Kosten durch.</strong> Steuern, Zinsen, gegebenenfalls der Zuschlag nach § 398a AO. Sie müssen wissen, ob Sie all das zahlen können, bevor Sie abgeben.</li><li><strong>Entscheiden Sie selbst, aber entscheiden Sie.</strong> Niemand kann Ihnen die Entscheidung abnehmen. Keine zu treffen ist die schlechteste aller Möglichkeiten.</li><li><strong>Lassen Sie Ihre Lage prüfen, bevor Fristen laufen.</strong> Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir über das <a class="" href="https://birch.de/kontakt" style="outline: none;" target="_blank">Kontaktformular</a>. Ein erstes Gespräch klärt meist in einer halben Stunde, ob Eile geboten ist.<br></li></ol></div></div>
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	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-1a0de8ef955"><div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update" style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9e6">
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	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-1a0de8fe9d5"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9e5"><h2 class="" style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9d7">FAQ: Selbstanzeige oder abwarten</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_toggle tve-toggle-auto-collapse" data-columns="1" data-animation="slide-fade" data-animation-speed="fast" data-ct-name="Default" data-ct="toggle-55351" data-css="tve-u-1a0de8fe9ca" style="">
	<div class="tve-toggle-grid tve-prevent-content-edit" style=""><div class="tve-toggle-column" data-index="1" style=""><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9d0">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a0de8fe9ca&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Ist die Selbstanzeige bereits abgeschafft?<br></h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC ">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a0de8fe9cc" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9d4">Nein. § 371 AO gilt unverändert. Der Aktionsplan vom 16. Juli 2026 ist eine politische Ankündigung, kein Gesetz. Ein Gesetzentwurf zur Selbstanzeige liegt bis heute nicht vor.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9d1">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a0de8fe9ca&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Gilt für meine Selbstanzeige das alte oder das neue Recht, wenn die Reform kommt?<br></h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a0de8fe9cd" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9de">Eine Selbstanzeige, die heute wirksam abgegeben und bezahlt wird, führt zur Einstellung des Verfahrens. Ihr Vorgang ist dann abgeschlossen. Wie ein künftiges Gesetz mit offenen Übergangsfällen umgeht, ist nicht absehbar. 2015 entschied der Tag des Inkrafttretens des neuen Gesetzes.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9d2">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a0de8fe9ca&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Kann die Neuregelung nicht auch milder ausfallen?<br></h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a0de8fe9ce" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element tcb-highlight-added"><p style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9df">Dafür spricht nach dem bisherigen Stand nichts. Der Aktionsplan zielt auf mehr Entdeckung und weniger Straffreiheit, nicht auf Erleichterungen.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9d8">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a0de8fe9ca&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Was passiert, wenn ich einfach abwarte und nichts geschieht?<br></h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a0de8fe9cf" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9e0">Auch dann arbeitet die Zeit gegen Sie. Der automatische Datenaustausch über Konten läuft weiter, Kryptodaten kommen ab 2027 hinzu, Zinsen laufen, und ein Sperrgrund kann den Weg jederzeit verbauen.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9d9">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a0de8fe9ca&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Wie lange dauert eine vollständige Selbstanzeige?<br></h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a0de8fe9cf" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9e1">Das hängt von den Unterlagen ab. Auskünfte von Banken über zehn Jahre können mehrere Wochen dauern. Diese Zeit müssen Sie einplanen, bevor ein Sperrgrund eintritt.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9da">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a0de8fe9ca&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Was kostet mich eine Selbstanzeige?<br></h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a0de8fe9cf" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a0de8fe9e2">Die hinterzogenen Steuern, Hinterziehungszinsen, oberhalb von 25.000 Euro je Tat zusätzlich einen Zuschlag nach § 398a AO zwischen 10 und 20 Prozent, dazu das Honorar für die Beratung. Die Summe lässt sich vorher grob berechnen, und das sollten Sie auch tun.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div></div></div>
</div></div>
</div></div>
</div><div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update">
	<div class="tve-page-section-out"></div>
	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-1a0de9d0927"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Quellen<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p id="tve-jump-1a0dea5b81a">[1] Legal Tribune Online: Steuerhinterziehung: Zahl der Selbstanzeigen bricht ein, Beitrag vom 27. Dezember 2016. Grundlage ist eine Umfrage des Handelsblatts bei den sechzehn Länderfinanzministerien; genannt werden rund 40.000 Selbstanzeigen für 2014, 15.120 für 2015 und 4.373 für 2016 sowie Einnahmen von rund sechs Milliarden Euro aus Selbstanzeigen mit Schweiz-Bezug. <a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/steuerhinterziehung-zahl-selbstanzeigen-bricht-ein-reform-umfrage" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/steuerhinterziehung-zahl-selbstanzeigen-bricht-ein-reform-umfrage</a></p><p id="tve-jump-1a0dea685e2">[2] Gesetz zur Änderung der Abgabenordnung und des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung vom 22. Dezember 2014, BGBl. I 2014 S. 2415. Verschärfung der Selbstanzeige mit Wirkung zum 1. Januar 2015. <a href="https://dejure.org/BGBl/2014/BGBl._I_S._2415" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://dejure.org/BGBl/2014/BGBl._I_S._2415</a></p><p id="tve-jump-1a0dea6f698">[3] Bundesministerium der Finanzen: Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität: Entdeckungsrisiko und Abschreckung spürbar erhöhen, Pressemitteilung vom 16. Juli 2026. Politische Absichtserklärung mit 26 Maßnahmen, kein Gesetzentwurf. <a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/07/2026-07-16-aktionsplan-gegen-steuerkriminalitaet.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/07/2026-07-16-aktionsplan-gegen-steuerkriminalitaet.html</a></p><p id="tve-jump-1a0dea75270">[4] Bundesministerium der Finanzen: Pressekonferenz zum Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität, Textfassung vom 16. Juli 2026. Quelle des wörtlichen Zitats von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. <a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Video-Textfassungen/2026/textfassung-2026-07-16-steuekriminalitaet.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Video-Textfassungen/2026/textfassung-2026-07-16-steuekriminalitaet.html</a></p><p id="tve-jump-1a0dea84225">[5] § 2 Strafgesetzbuch – Zeitliche Geltung. Absatz 1 und Absatz 3 im Wortlaut. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__2.html" target="_blank" class="" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__2.html</a></p><p id="tve-jump-1a0deab5c82">[6] Bundesministerium der Finanzen: Bekanntmachung einer finalen Staatenaustauschliste 2026, BMF-Schreiben vom 8. Juni 2026 zum Finanzkonten-Informationsaustauschgesetz. Übermittlung der Daten für das Meldejahr 2026 zum 30. September 2026. <a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Internationales_Steuerrecht/Allgemeine_Informationen/2026-06-08-FKAustG-finale-Staatenaustauschliste.pdf" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Internationales_Steuerrecht/Allgemeine_Informationen/2026-06-08-FKAustG-finale-Staatenaustauschliste.pdf</a></p><p id="tve-jump-1a0deabc2bf">[7] Bundeszentralamt für Steuern: DAC8 – Verfahren. Meldepflichten für Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen ab dem Meldezeitraum 2026, erste Übermittlung an das BZSt im Kalenderjahr 2027, umgesetzt durch das Kryptowerte-Steuertransparenz-Gesetz. <a href="https://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Intern_Informationsaustausch/DAC8/Verfahren/verfahren_node.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Intern_Informationsaustausch/DAC8/Verfahren/verfahren_node.html</a></p><p>[8] § 371 Abgabenordnung – Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__371.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__371.html</a></p><p>[9] Bundesministerium der Finanzen: Verfolgung von Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten im Jahr 2024, Monatsbericht November 2025. Amtliche Zahlen zu abgeschlossenen Strafverfahren und Mehrergebnissen der Steuerfahndung. <a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2025/11/Inhalte/Kapitel-2-Analysen/2-5-verfolgung-von-steuerstraftaten-2024.html" target="_blank" class="" style="outline: none;" rel="noopener">https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2025/11/Inhalte/Kapitel-2-Analysen/2-5-verfolgung-von-steuerstraftaten-2024.html</a><br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p style="" data-css="tve-u-1a0deb450e1">Bild © Mikhail Nilov / Pexels</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Haftungsausschluss und Transparenz</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Dieser Beitrag ist allgemeine Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall; maßgeblich sind Ihre konkreten Umstände. Es gilt der ausführliche Haftungsausschluss auf birch.de. Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.<br></p></div></div>
</div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
<p>Dieser Post <a rel="nofollow" href="https://birch.de/selbstanzeige-oder-abwarten/">Selbstanzeige oder abwarten? Warum Warten teuer wird</a> stammt von <a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a> und wurde verfasst von <a rel="nofollow" href="https://birch.de/author/stefanchristophbirch/">Stefan-Christoph Birch</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Selbstanzeige abgeschafft? Was jetzt gilt – und wie lange</title>
		<link>https://birch.de/selbstanzeige-abgeschafft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan-Christoph Birch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 21:24:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Steuerstrafrechtliche Selbstanzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsplan Steuer- und Finanzkriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstanzeige 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstanzeige abgeschafft]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstanzeige noch möglich]]></category>
		<category><![CDATA[Strafbefreiende Selbstanzeige]]></category>
		<category><![CDATA[§ 371 AO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://birch.de/?p=1612</guid>

					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
<img src="https://mlt8oedmrvoh.i.optimole.com/cb:uxov.fb1/w:1920/h:1280/q:mauto/f:best/https://birch.de/wp-content/uploads/2026/08/selbstanzeige-abgeschafft-roma1880-archive-3859388_1920.webp" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://birch.de/selbstanzeige-abgeschafft/">Selbstanzeige abgeschafft? Was jetzt gilt – und wie lange</a></p>
<p>Selbstanzeige abgeschafft? Nein. § 371 AO gilt unverändert. Was der Aktionsplan vorsieht, wie schnell ein Gesetz kommt und welche Frist schon läuft.</p>
<p>Dieser Post <a rel="nofollow" href="https://birch.de/selbstanzeige-abgeschafft/">Selbstanzeige abgeschafft? Was jetzt gilt – und wie lange</a> stammt von <a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a> und wurde verfasst von <a rel="nofollow" href="https://birch.de/author/stefanchristophbirch/">Stefan-Christoph Birch</a></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/selbstanzeige-abgeschafft/">Selbstanzeige abgeschafft? Was jetzt gilt – und wie lange</a></p>
<div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update">
	<div class="tve-page-section-out"></div>
	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-1a0449437a7"><div class="thrv_wrapper thrv-columns" style="--tcb-col-el-width: 788.4;"><div class="tcb-flex-row v-2 tcb--cols--2"><div class="tcb-flex-col" data-css="tve-u-1a0e4e516b2" style=""><div class="tcb-col"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p><strong>Am 16. Juli 2026 standen gleich zwei Minister in der Bundespressekonferenz und stellten 26 Maßnahmen "gegen Steuer- und Finanzkriminalität" vor. Einer war Finanzminister Lars Klingbeil, der wörtlich sagte: „Keiner soll sich mehr so einfach mit einer Selbstanzeige freikaufen können."</strong><strong>[</strong><a href="https://birch.de/selbstanzeige-abgeschafft/?tve=true&amp;tcbf=b2f2668c9a#tve-jump-1a044f73cb0" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;"><strong>1</strong></a><strong>]</strong></p><p><strong>Seitdem fragen immer mehr Bürger: Ist damit die strafbefreiende Selbstanzeige abgeschafft?</strong></p></div></div></div><div class="tcb-flex-col" data-css="tve-u-1a0e4e516b0" style=""><div class="tcb-col" data-css="tve-u-1a0e4e516b1" style=""><div class="thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad" style="" data-css="tve-u-1a0e4e516ae">
	<div class="tve-content-box-background"></div>
	<div class="tve-cb"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1a0e4e516af" style="--tve-border-width: 2px; border: 2px solid rgb(0, 0, 0) !important;">	<p><strong><strong>Rechtsstand 18. August 2026:</strong></strong> Ist die Selbstanzeige abgeschafft? Der Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vom 16. Juli 2026 ist eine politische Ankündigung, kein Gesetz. § 371 AO gilt unverändert. Für die Selbstanzeige liegt bis heute kein Gesetzentwurf vor. Sobald sich das ändert, aktualisiere ich diesen Beitrag.</p></div></div>
</div></div></div></div></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Soweit ist es noch nicht. Die strafbefreiende Selbstanzeige ist nach wie vor möglich. § 371 der Abgabenordnung (AO), der die Selbstanzeige regelt, gilt unverändert.</p><p>Zur Erklärung: Eine Selbstanzeige ist die vollständige Nacherklärung hinterzogener Steuern gegenüber dem Finanzamt – wer sie rechtzeitig und lückenlos abgibt und nachzahlt, bleibt straffrei. Mehr zu den Voraussetzungen einer strafbefreienden Selbstanzeige lesen Sie <a href="https://birch.de/selbstanzeige-sperrgruende-verhindern-straffreiheit" target="_blank">hier</a>.</p><p>Der Aktionsplan der Regierung ist lediglich eine Absichtserklärung. Es gibt es bis heute keinen Gesetzentwurf, keinen Beschluss und auch kein Datum, wann eine Änderung in Kraft treten könnte und die Selbstanzeige abgeschafft wird.[<a href="#tve-jump-1a044f7b1cb" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">2</a>]<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Warum das jetzt für Sie relevant ist</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Am 12. August 2026 hat das Bundeskabinett das erste Gesetz aus dem Paket "gegen Steuer- und Finanzkriminalität" beschlossen: das Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz.[<a href="#tve-jump-1a044f80fb7" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">3</a>] Es stärkt den Zoll, erlaubt die Sicherstellung von Vermögen ungeklärter Herkunft und setzt Teile des Aktionsplans um. Von "Selbstanzeige abgeschafft" ist hier nicht die Rede.</p><p>Die Gesetzgebungsmaschine läuft an, aber § 371 AO ist – bisher – nicht betroffen. Sie haben also noch Zeit. Aber niemand weiß, wieviel Zeit Ihnen noch bleibt, bis die Selbstanzeige abgeschafft wird.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Strafbefreiende Selbstanzeige abgeschafft?<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Nein. Bis ein Gesetz verkündet und in Kraft getreten ist, ändert sich an der Rechtslage nichts. Der Weg dorthin hat sechs Stufen. Der jetzt vorgestellte Aktionsplan ist die erste:<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><ol class=""><li><strong>Aktionsplan</strong> – politische Absicht. Kein Normtext, keine Bindung. Hier stehen wir.</li><li><strong>Referentenentwurf</strong> – das Ministerium legt erstmals einen Gesetzestext vor. Verbände dürfen Stellung nehmen.</li><li><strong>Regierungsentwurf</strong> – das Kabinett beschließt und leitet ins Parlament weiter.</li><li><strong>Bundestag</strong> – drei Lesungen, Ausschussberatung. Hier ändert sich erfahrungsgemäß am meisten.</li><li><strong>Bundesrat</strong> – die Länder stimmen zu oder rufen den Vermittlungsausschuss an.</li><li><strong>Verkündung und Inkrafttreten</strong> – erst jetzt gilt neues Recht.<br></li></ol></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Weder das Jahressteuergesetz 2026 noch das Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz enthalten eine Neuregelung des § 371 AO.[<a href="#tve-jump-1a044f7b1cb" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">2</a>][<a href="#tve-jump-1a044f80fb7" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">3</a>]<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Was steht im Aktionsplan – und was nicht?<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Der Plan enthält 26 Maßnahmen. Die Selbstanzeige ist Maßnahme Nummer neun: Die Straffreiheit soll „in ihrer heutigen Form" entfallen.[4] Aus dem Frühjahr ist die Richtung bekannt – oberhalb bestimmter Schwellenwerte soll eine Selbstanzeige nur noch strafmildernd wirken, nicht mehr strafbefreiend.[<a href="#tve-jump-1a044f99e0e" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">5</a>]</p><p>Daneben stehen unter anderem: ein Verbrechenstatbestand für besonders schwere Steuerhinterziehung mit einer Mindeststrafe von einem Jahr, ein Strafrahmen von bis zu 15 Jahren für organisierte Steuerkriminalität, ein Gemeinsames Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität beim Zoll, ein Datenanalysezentrum mit KI-Auswertung und ausdrücklich Blockchain-Analysen für Kryptowerte, höhere Unternehmensbußgelder und ein öffentliches Register sanktionierter Unternehmen.[<a href="#tve-jump-1a044f9e068" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">4</a>]</p><p>Nicht im Plan steht das Entscheidende:<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv-styled_list" data-icon-code="icon-check" data-css="tve-u-1a191e4532a" style=""><ul class="tcb-styled-list"><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7" style=""><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style" data-css="tve-u-1a191e4b152" style=""><svg class="tcb-icon tcb-local-vars-root" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e4532c" style=""><strong>Ab welchem Betrag</strong> die Straffreiheit entfallen soll.<br></span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7"><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style tcb-local-vars-root" data-css="tve-u-1a191e49078" style=""><svg class="tcb-icon tcb-local-vars-root" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e4532c"><strong>Was an ihre Stelle tritt</strong> – Strafmilderung in welchem Umfang, nach welcher Vorschrift.<br></span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7"><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style " data-css="tve-u-1a191e4c5ab"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e4532c"><strong>Wie Übergangsfälle behandelt werden.</strong><br></span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7" style=""><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style" data-css="tve-u-1a191e4b154" style=""><svg class="tcb-icon tcb-local-vars-root" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e4532c" style=""><strong>Wann</strong> die neue Regelung greift.</span></li></ul></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Und drei Wege bleiben von der Ankündigung ohnehin unberührt. Was in der Berichterstattung fast vollständig untergeht: die Berichtigungspflicht nach § 153 AO, die bußgeldbefreiende Anzeige bei bloß leichtfertiger Verkürzung nach § 378 Abs. 3 AO und die Sonderregel für Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen nach § 371 Abs. 2a AO.</p><p>Welcher Weg für Sie der richtige ist, kann erst nach einer genauen Prüfung bzw. Bewertung des Sachverhalts entschieden werden.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Wie schnell kann aus dem Plan ein Gesetz werden?<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Zwischen politischer Ankündigung und dem Beginn neuen geltendem Rechts liegt eine Phase, die ich den <strong>Ankündigungskorridor</strong> nenne. Sie fühlt sich an wie Aufschub und ist in Wahrheit die letzte Phase, in der Sie noch agieren können, statt nur noch zu reagieren. In dieser Phase ist noch alles offen. Es herrscht noch keine Klarheit über die künftige Rechtslage.</p><p>Eine trügerische Ruhe macht sich breit und deshalb passiert häufig nichts mit guten Vorsätzen, steuerliche Verfehlungen nach dem noch geltenden Recht aufzuarbeiten und reinen Tisch zu machen, warten darauf, in die Tat umgesetzt zu werden.</p><p>Wie schnell eine neue Rechtlage eintreten kann, hier also die Selbstanzeige abgeschafft wird, zeigt die letzte Verschärfung der Abgabenordnung im Hinblick auf die Selbstanzeige. Das Bundesfinanzministerium legte am 27. August 2014 einen Referentenentwurf vor. Am 24. September 2014 beschloss ihn das Kabinett. Am 19. Dezember 2014 stimmte der Bundesrat zu. Am 1. Januar 2015 galt das neue Recht.[<a href="#tve-jump-1a044fa4fa6" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">6</a>] Vom ersten Gesetzesentwurf bis zum Inkrafttreten der neuen Regelung vergingen gerade mal vier Monate.</p><p>Für heute folgt daraus zweierlei. Erstens: Solange kein Referentenentwurf existiert, ist der Korridor für eine Selbstanzeige offen. Zweitens: Sobald es einen Entwurf gibt, kann es sehr schnell gehen. Achtung: Die Vorbereitung einer vollständigen Selbstanzeige über zehn Jahre dauert zum Beispiel bei Auslandskonten regelmäßig Wochen bis Monate, weil Sie Unterlagen von Dritten brauchen.</p><p>Eine wirksam erstattete Selbstanzeige wird Ihnen ein späteres Gesetz kaum wieder wegnehmen; rückwirkende Verschärfungen im Strafrecht verbietet Art. 103 Abs. 2 des Grundgesetzes. 2011 hat der Gesetzgeber die Grenze sogar ausdrücklich gezogen: Für Selbstanzeigen, die bis zum 28. April 2011 eingingen, galt das alte Recht weiter.[<a href="#tve-jump-1a044faa8de" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">7</a>]</p><p>Ob und wie das diesmal passiert, weiß heute niemand. Mehr zu der Frage, on Sie jetzt eine Selbstanzeige erstatten oder lieber noch abwarten sollten, lesen Sie in <a href="https://birch.de/selbstanzeige-oder-abwarten" target="_blank" class="" style="outline: none;">diesem Artikel</a>.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Selbstanzeige abgeschafft? Woran sie schon heute scheitert – ganz ohne Reform<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Auch wenn die Selbstanzeige abgeschafft wird, ist diese Reform nicht Ihr größtes Risiko. Waraum? Wenn ein Sperrgrund vorliegt ist eine Selbstanzeige nicht mehr straffrei – das Tor fällt zu, und zwar sofort. § 371 Abs. 2 AO beschreibt, wann das der Fall ist:<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv-styled_list" data-icon-code="icon-check" data-css="tve-u-1a191e57c46" style=""><ul class="tcb-styled-list"><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7" style=""><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e57c47" style=""><strong>Die Prüfungsanordnung ist bekannt gegeben.</strong> Bekannt gegeben heißt: vier Tage nach Aufgabe zur Post – nicht erst dann, wenn Sie den Umschlag öffnen (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 AO). Vom Poststempel an haben Sie vier Tage.<br></span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7"><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style" data-css="tve-u-1a191e59e44"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e57c47"><strong>Ein Amtsträger ist erschienen</strong> – zur Prüfung, zur Ermittlung oder zu einer Nachschau.<br></span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7"><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style " data-css="tve-u-1a191e5a071"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e57c47"><strong>Die Einleitung des Strafverfahrens ist Ihnen bekannt gegeben worden.</strong><br></span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7"><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style" data-css="tve-u-1a191e5a29e"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e57c47"><strong>Die Tat ist entdeckt</strong> und Sie mussten damit rechnen.<br></span></li><li class="thrv-styled-list-item" data-css="tve-u-186a8b97ee7" style=""><div class="tcb-styled-list-icon"><div class="thrv_wrapper thrv_icon tve_no_drag tcb-no-delete tcb-no-clone tcb-no-save tcb-icon-inherit-style"><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 32 32" data-id="icon-check" data-name=""><path d="M29.333 10.267c0 0.4-0.133 0.8-0.533 1.2l-14.8 14.8c-0.267 0.267-0.667 0.4-1.067 0.4s-0.933-0.133-1.2-0.533l-2.4-2.267-6.267-6.267c-0.267-0.267-0.4-0.667-0.4-1.2s0.133-0.8 0.533-1.2l2.4-2.4c0.267-0.133 0.667-0.4 1.067-0.4s0.8 0.133 1.2 0.533l5.067 5.067 11.2-11.333c0.267-0.267 0.667-0.533 1.2-0.533 0.4 0 0.8 0.133 1.2 0.533l2.4 2.4c0.267 0.267 0.4 0.667 0.4 1.2z"></path></svg></div></div><span class="thrv-advanced-inline-text tve_editable tcb-styled-list-icon-text tcb-no-delete tcb-no-save" data-css="tve-u-1a191e57c47" style=""><strong>Die hinterzogene Steuer übersteig den Betrag &nbsp;von 25.000 Euro je Tat.</strong> Dann gibt es keine schlichte Straffreiheit mehr, sondern nur noch das Absehen von Verfolgung gegen Zahlung eines Zuschlags von 10 bis 20 Prozent nach § 398a AO – zusätzlich zu Steuer und sechs Prozent Hinterziehungszinsen im Jahr (§§ 235, 238 AO).</span></li></ul></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Diese Türen schließen sich unabhängig von jedem Gesetzentwurf, mit dem die Selbstanzeige abgeschafft wird, und sie schließen sich schneller als früher. Dafür sorgen zum Beispiel der automatische Kontenabgleich- und Informationsaustausch, Meldungen von Krypto-Dienstleistern oder Kontrollmitteilungen aus Betriebsprüfungen.</p><p>Mehr zu den Sperrgründen und den Konsequenzen für eine Straffreihet der steuerstrafrechtlichen Selbstanzeige erfahren Sie in <a href="https://birch.de/selbstanzeige-sperrgruende-verhindern-straffreiheit" target="_blank" class="" style="outline: none;">diesem Artikel</a>.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Warum Klingbeils Ansatz handwerklich falsch ist</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Die Regierung begründet die Abschaffung / Beschränkung der Selbstanzeige damit, die geltende Regelung setze den falschen Anreiz, sich erst bei drohender Entdeckung zu offenbaren.[<a href="#tve-jump-1a044f9e068" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll" style="outline: none;">4</a>] Diese Begründung beschreibt eine Rechtslage, die es seit 2011 nicht mehr gibt.</p><p>Wer die Entdeckung konkret fürchten muss, kann sich heute schon nicht mehr wirksam selbst anzeigen: Die Tatentdeckung sperrt. Die Prüfungsanordnung sperrt, bevor irgendein Prüfer erscheint. Und oberhalb von 25.000 Euro gibt es ohnehin keine kostenlose Rückkehr, sondern nur das Absehen von Strafverfolgung gegen eine gestaffelte Zahlung. Das „Freikaufen", das abgeschafft werden soll, ist bereits abgeschafft.</p><p>Das stärkste Argument der Befürworter einer Verschärfung lautet: Wer Steuern hinterzieht und nie entdeckt worden wäre, zahlt am Ende zwar Steuer, Zinsen und Zuschlag, trägt danach aber kein Strafrisiko. Andere Straftäter haben diese Option nicht. Das ist tatsächlich eine echte Ungleichbehandlung, die man auch nicht wegdiskutieren kann.</p><p>Man kann sie nur durch Zahlen widerlegen: Im Jahr 2014 gingen 39.812 Selbstanzeigen ein. 2015, im ersten Jahr nach der damaligen Verschärfung, waren es 15.120 – ein Rückgang um rund 62 Prozent.[<a href="#tve-jump-1a044fbbb62" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">8</a>]</p><p>Soviele Selbstanzeigen sind seitdem nicht mehr bei der Finanzverwaltung eingegangen. 2024 wurden 19.110 Steuerstrafverfahren eingestellt, davon lediglich 5.154 nach Selbstanzeigen.[<a href="#tve-jump-1a044fc15b3" jump-animation="smooth" class="tve-jump-scroll">9</a>] Jedes dieser Verfahren hätte sonst aufwändig und kostenintensiv ermittelt werden müssen.</p><p>Wenn die Selbstanzeige abgeschafft ist, bekommt man also nicht mehr Steuerehrlichkeit. Im Gegenteil: Weniger Aufklärung, mehr verdeckte Vermögen und weniger Steuern sind die Folgen.</p><p>Der Zugriff auf hinterzogene Steuern ist berechtigt. Der Verzicht auf das wirksamste Aufklärungsinstrument, das der Staat besitzt, ist es nicht.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Was Sie jetzt tun sollten</h2></div></div>
</div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><ol class=""><li><strong>Reichen Sie nichts ein, was nicht vollständig ist.</strong> Eine unvollständige Selbstanzeige macht nicht straffrei – sie informiert nur das Finanzamt. Schnell und lückenhaft ist der teuerste Weg.</li><li><strong>Klären Sie zuerst, welcher Weg überhaupt der Richtige ist.</strong> Berichtigung nach § 153 AO, leichtfertige Verkürzung nach § 378 AO oder Selbstanzeige nach § 371 AO – das muss vorher entschieden werden.</li><li><strong>Beschaffen Sie die erforderlichen Unterlagen.</strong> Erträgnisaufstellungen und Kontoauszüge, zum Beispiel, müssen von Banken beschafft werden. Das kann dauern.</li><li><strong>Prüfen Sie Ihre Zahlungsfähigkeit.</strong> Ohne fristgerechte Nachzahlung von Steuer und Zinsen gibt es keine Straffreiheit (§ 371 Abs. 3 AO).</li><li><strong>Öffnen Sie Ihre Post. Jeden Tag.</strong> Die Vier-Tage-Frist läuft ab dem Poststempel, nicht ab dem Öffnen der Post vom Finanzamt.<br></li></ol></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Weg noch offen ist, lassen Sie das prüfen, bevor eine Frist Ihre Chance zunichtemacht – und bevor die Selbstanzeige abgeschafft ist.&nbsp;</p></div><div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update" style="" data-css="tve-u-1a044dc35d5">
	<div class="tve-page-section-out"></div>
	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-1a044dc35c5"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" style="" data-css="tve-u-1a044dc35d4"><h2 class="" style="">FAQ: Selbstanzeige abgeschafft?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_toggle tve-toggle-auto-collapse" data-columns="1" data-animation="slide-fade" data-animation-speed="fast" data-ct-name="Default" data-ct="toggle-55351" data-css="tve-u-1a044dc35bb" style="">
	<div class="tve-toggle-grid tve-prevent-content-edit" style=""><div class="tve-toggle-column" data-index="1" style=""><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a044dc35c0">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a044dc35bb&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Ist die strafbefreiende Selbstanzeige im August 2026 noch möglich?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC ">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a044dc35bc" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a044dc35c4">Ja. § 371 AO gilt unverändert. Eine Selbstanzeige führt weiterhin zur Straffreiheit, wenn sie vollständig und rechtzeitig ist, kein Sperrgrund eingetreten ist und Sie Steuer und Zinsen fristgerecht nachzahlen. Der Aktionsplan des Bundesfinanzministers vom 16. Juli 2026 ändert daran nichts.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a044dc35c1">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a044dc35bb&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Ab wann gilt das neue Recht?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a044dc35bd" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a044dc35cd">Das steht noch nicht fest. Für die Selbstanzeige existiert bis heute kein Gesetzentwurf. Ohne Entwurf gibt es keinen Zeitplan, und jede Datumsangabe wäre geraten. Die letzte Verschärfung brauchte vom ersten Gesetzestext bis zum Inkrafttreten rund vier Monate.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a044dc35c2">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a044dc35bb&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Wird eine heute abgegebene Selbstanzeige durch ein späteres Gesetz wertlos?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a044dc35be" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element tcb-highlight-added"><p style="" data-css="tve-u-1a044dc35ce">Nein. Rückwirkende Verschärfungen im Strafrecht verbietet Art. 103 Abs. 2 des Grundgesetzes. Eine nach heutigem Recht wirksame Selbstanzeige bleibt wirksam. Offen ist allein, wie der Gesetzgeber Fälle behandelt, die im Zeitpunkt der Änderung noch nicht abgeschlossen sind.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a044dc35c7">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a044dc35bb&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Was ändert sich für Erben und für Konten im Ausland?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a044dc35bf" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a044dc35cf">Rechtlich zunächst nichts. Tatsächlich steigt das Entdeckungsrisiko unabhängig von der Reform, weil Kontodaten automatisch ausgetauscht und Krypto-Dienstleister künftig melden. Für Erben gilt zusätzlich die Berichtigungspflicht nach § 153 AO – eine steuerliche Pflicht, keine Selbstanzeige.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a044dc35c8">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a044dc35bb&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Was kostet eine Selbstanzeige?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a044dc35bf" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a044dc35d0">Sie zahlen die hinterzogene Steuer, Hinterziehungszinsen von sechs Prozent im Jahr und – oberhalb von 25.000 Euro je Tat – einen Zuschlag von 10 bis 20 Prozent nach § 398a AO. Dazu kommt das Honorar für die Aufarbeitung, das sich nach Zeitraum, Zahl der Konten und Qualität der Unterlagen richtet.</p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-1a044dc35c9">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-1a044dc35bb&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Sollte ich jetzt schnell handeln, bevor das Gesetz kommt?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-1a044dc35bf" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-1a044dc35d1">Schnell ja, überstürzt nein. Eine unvollständige Selbstanzeige macht nicht straffrei und liefert dem Finanzamt zusätzlich belastendes Material. Der richtige erste Schritt ist die Prüfung, ob Ihr Weg noch offen ist – nicht das Einreichen.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div></div></div>
</div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Quellen</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" id="tve-jump-1a044f73cb0"><p>[1] Bundesministerium der Finanzen: Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität: Entdeckungsrisiko und Abschreckung spürbar erhöhen, Pressemitteilung vom 16. Juli 2026. Enthält die zitierte Äußerung von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. <a href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/07/2026-07-16-aktionsplan-gegen-steuerkriminalitaet.html" style="outline: none;" target="_blank" class="" rel="noopener">https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/07/2026-07-16-aktionsplan-gegen-steuerkriminalitaet.html</a></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" id="tve-jump-1a044f7b1cb"><p>[2] Abgabenordnung, § 371 – Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung, geltende Fassung. Maßgeblicher Gesetzestext, unverändert in Kraft. <a class="" href="https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__371.html" style="outline: none;" target="_blank" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__371.html</a></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" id="tve-jump-1a044f80fb7"><p>[3] Bundesministerium der Finanzen: Reform für einen modernen, schlagkräftigen und digitalen Zoll, Pressemitteilung vom 12. August 2026. Kabinettsbeschluss zum Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz; setzt Teile des Aktionsplans um, ohne die Selbstanzeige zu berühren.<a class="" href="http:// https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/08/2026-08-12-zollfinanzgerechtigkeitsgesetz.html" style="outline: none;" target="_blank"> https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/08/2026-08-12-zollfinanzgerechtigkeitsgesetz.html</a></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" id="tve-jump-1a044f9e068"><p>[4] PwC Deutschland, Blog Steuern &amp; Recht: BMF: Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vorgestellt, 16. Juli 2026. Auflistung der 26 Maßnahmen einschließlich Selbstanzeige, Verbrechenstatbestand und Datenanalysezentrum. <a class="" href="https://blogs.pwc.de/de/steuern-und-recht/article/255912/bmf-aktionsplan-gegen-steuer-und-finanzkriminalitaet-vorgestellt" style="outline: none;" target="_blank" rel="noopener">https://blogs.pwc.de/de/steuern-und-recht/article/255912/bmf-aktionsplan-gegen-steuer-und-finanzkriminalitaet-vorgestellt</a></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" id="tve-jump-1a044f99e0e"><p>[5] Haufe: Klingbeil plant härtere Gangart gegen Steuerhinterziehung, April 2026. Referiert die Ankündigung des Bundesfinanzministeriums, die Selbstanzeige oberhalb bestimmter Schwellenwerte nur noch strafmildernd wirken zu lassen. <a href="https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/klingbeil-plant-haertere-gangart-gegen-steuerhinterziehung_168_683954.html" style="outline: none;" target="_blank" rel="noopener">https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/klingbeil-plant-haertere-gangart-gegen-steuerhinterziehung_168_683954.html</a></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" id="tve-jump-1a044fa4fa6"><p>[6] Deloitte Tax-News: Regierungsentwurf zur strafbefreienden Selbstanzeige, 2014. Dokumentiert den Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens 2014/2015 mit Referentenentwurf vom 27. August 2014, Kabinettsbeschluss vom 24. September 2014 und Zustimmung des Bundesrates am 19. Dezember 2014. <a class="" href="https://www.deloitte-tax-news.de/steuern/verfahrensrecht/regierungsentwurf-zur-strafbefreienden-selbstanzeige-gesetzes-zur-aenderung-der-abgabenordnung-und-des-einfuehrungsgesetztes-zur-abgabenordnung.html" style="outline: none;" target="_blank" rel="noopener">https://www.deloitte-tax-news.de/steuern/verfahrensrecht/regierungsentwurf-zur-strafbefreienden-selbstanzeige-gesetzes-zur-aenderung-der-abgabenordnung-und-des-einfuehrungsgesetztes-zur-abgabenordnung.html</a></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" id="tve-jump-1a044faa8de"><p>[7] Einführungsgesetz zur Abgabenordnung, § 24 – Übergangsregelung für Selbstanzeigen, die bis zum 28. April 2011 eingegangen sind. Beispiel für eine Stichtagslösung bei einer Verschärfung des § 371 AO. <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/aoeg_1977/art_97__24.html" style="outline: none;" target="_blank" class="" rel="noopener">https://www.gesetze-im-internet.de/aoeg_1977/art_97__24.html</a></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" id="tve-jump-1a044fbbb62"><p>[8] Handelsblatt-Erhebung, wiedergegeben bei Statista: Anzahl der Selbstanzeigen wegen Steuerbetrug in Deutschland 2010–2015. 39.812 Selbstanzeigen im Jahr 2014, 15.120 im Jahr 2015. <a class="" href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/292791/umfrage/selbstanzeigen-wegen-steuerbetrug-in-deutschland/" style="outline: none;" target="_blank" rel="noopener">https://de.statista.com/statistik/daten/studie/292791/umfrage/selbstanzeigen-wegen-steuerbetrug-in-deutschland/</a></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" id="tve-jump-1a044fc15b3"><p>[9] Bundesministerium der Finanzen, Monatsbericht November 2025: Statistik zu Steuerstrafverfahren 2024 – 19.110 eingestellte Verfahren, davon 5.154 nach Selbstanzeigen bis 25.000 Euro. <a class="" href="https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2025/11/Inhalte/Kapitel-2-Analysen/2-5-verfolgung-von-steuerstraftaten-2024.html" style="outline: none;" target="_blank" rel="noopener">https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2025/11/Inhalte/Kapitel-2-Analysen/2-5-verfolgung-von-steuerstraftaten-2024.html</a></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p data-css="tve-u-1a045085a8e" style="">Bild © roma 1880 / Pixabay</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Haftungsausschluß und Transparenz</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Dieser Beitrag ist allgemeine Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall; maßgeblich sind Ihre konkreten Umstände. Es gilt der ausführliche Haftungsausschluss auf birch.de. Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.</p></div></div>
</div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
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		<title>Steuerschätzung des Finanzamts nur bei groben Buchführungsmängeln</title>
		<link>https://birch.de/steuerschaetzung-finanazmt-buchfuehrungsmaengel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan-Christoph Birch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 16:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsprüfung]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsprüfer]]></category>
		<category><![CDATA[Buchführungsmangel]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerschätzung des Finanazmts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/steuerschaetzung-finanazmt-buchfuehrungsmaengel/">Steuerschätzung des Finanzamts nur bei groben Buchführungsmängeln</a></p>
<p>Die Steuerschätzung des Finanzamts ist nicht weit, wenn der Betriebsprüfer formelle Mängel in Ihrer Buchführung findet. Dann drohen steuerliche Mehrbelastungen. Doch es gibt Regeln, die allzu eifrigen Betriebsprüfern bei einer Steuerschätzung des Finanzamts Grenzen setzen. „Wenn die Finanzbehörde die Besteuerungsgrundlagen nicht ermitteln oder berechnen kann, hat sie sie zu schätzen. Dabei sind alle Umstände zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/steuerschaetzung-finanazmt-buchfuehrungsmaengel/">Steuerschätzung des Finanzamts nur bei groben Buchführungsmängeln</a></p>
<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p><strong>Die Steuerschätzung des Finanzamts ist nicht weit, wenn der Betriebsprüfer formelle Mängel in Ihrer Buchführung findet. Dann drohen steuerliche Mehrbelastungen. Doch es gibt Regeln, die allzu eifrigen Betriebsprüfern bei einer Steuerschätzung des Finanzamts Grenzen setzen.</strong></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>„Wenn die Finanzbehörde die Besteuerungsgrundlagen nicht ermitteln oder berechnen kann, hat sie sie zu schätzen. Dabei sind alle Umstände zu berücksichtigen, die für die Schätzung von Bedeutung sind.“ So steht es in § 162 Absatz 1 der Abgabenordnung (AO).</p><p>Doch es gibt Regeln für die Steuerschätzung, die die Finanzverwaltung bei einer Betriebsprüfung einhalten muss. Zunächst gilt die in § 158 AO fixierte Vermutung der sachlichen Richtigkeit der Buchführung. Es wird also erst einmal davon ausgegangen, dass Ihre Buchführung ordnungsgemäß ist.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Buchführungsmängel: Positive Vermutung nicht in jedem Fall<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Diese Vermutung kann jedoch widerlegt werden, wenn Sie als Steuerpflichtiger zum Beispiel ihre Mitwirkungspflichten im Besteuerungsverfahren (geregelt in den §§ 140 – 148 AO) nicht ausreichend erfüllt haben. Dann ist es mit der positiven Vermutung vorbei. Genauer gesagt ist dies der Fall, wenn Sie keine Auskünfte geben können, wenn Sie Auskünfte verweigern oder wenn Sie ihre Mitwirkungspflichten auf andere Weise verletzt haben.</p><p>Trotzdem gilt: Nur wenn grobe Buchführungsmängel vorliegen, die Zweifel an der Richtigkeit ihrer Buchführung begründen und wenn diese Mängel sich nicht durch weitere Ermittlungen ausräumen lassen, darf die Finanzverwaltung von dem Ergebnis der Buchführung abweichen. Nur dann ist eine Steuerschätzung des Finanzamts überhaupt möglich.</p><p>Geschätzt wird auch, wenn Sie Bücher und Aufzeichnungen nicht vorlegen. So steht es in § 162 Abs. 2 Satz 2 AO. Dabei spielt es nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) keine Rolle, warum Sie die Unterlagen nicht vorlegen können. Aus welchem Grund Sie das nicht tun, ist also egal. Auch ob Sie ein Verschulden dabei trifft, ist unerheblich.</p><p>Das Finanzamt kann von Ihnen auch die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung verlangen, um Licht in das Dunkel Ihrer steuerlichen Verhälnisse zu bringen. Kommen Sie diesem Verlangen nicht nach, ist die Steuerschätzung des Finanzamts ebenfalls die zwingende Folge.<br></p><p>Bei einer formell ordnungsgemäßen Buchhaltung muss es sich um Mängel von einigem Gewicht handeln. Kann der Prüfer darlegen, dass die Buchführung im Ergebnis mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht richtig sein kann, darf er eine Steuerschätzung vornehmen.</p><p>Zur Steuerschätzung darf das Finanzamt indes nur dann greifen, wenn es den Sachverhalt nicht aufklären kann. Gleiches gilt, wenn eigene Ermittlungen des Finanzamts nicht möglich, unzumutbar oder ohne Erfolg geblieben sind. Die Steuerschätzung des Finanzamts ist das letzte Mittel.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Bundesfinanzhof setzt Grenzen für Steuerschätzung des Finanzamts</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Betriebsprüfer gehen dabei gelegentlich allzu forsch vor, schießen nicht selten über das Ziel hinaus. Deshalb muss überprüfbar sein, ob das Ergebnis der Steuerschätzung des Finanzamts angemessen ist.</p><p>Welche Anforderungen die Steuerschätzung des Finanzamts erfüllen muss, damit diese Überprüfung überhaupt möglich ist, hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einer Entscheidung aus dem Jahr 2017 konkret dargelegt (BFH-Urteil vom 20.3.2017 – X R 11/16):</p><p>Danach müssen die gewonnenen Schätzungsergebnisse schlüssig, wirtschaftlich und vernünftig sein. Das bedeutet, dass das Finanzamt bei einer Steuerschätzung alle möglichen Anhaltspunkte beachten muss.</p><p>Die Stellungnahmen des Steuerpflichtigen und die an sich fehlerhafte Buchführung gehören dazu. Das Finanzamt muss im Rahmen des Zumutbaren auch den Sachverhalt ermitteln, der für die Besteuerung maßgeblich ist.&nbsp;</p><p>Auf der anderen Seite soll sich im Rahmen der Steuerschätzung durch das Finanzamt aber auch auswirken, dass der Steuerpflichtige seine Mitwirkungspflichten verletzt hat. Deshalb kann das Finanzamt bei einer Steuerschätzung einen Sicherheitszuschlag ansetzen.&nbsp;</p><p>Wenn das Finanzamt zum Sicherheitszuschlag greift, müsse dieser in einem vernünftigen Verhältnis zu den erklärten oder nicht erklärten Einnahmen stehen. Die Steuerschätzung des Finanzamts soll der Wahrheit möglichst nahe kommen.</p><h2 class="">Steuerschätzung des Finanzamts muss überprüfbar sein<br></h2><p>Steuerschätzungen des Finanzamts bieten häufig Angriffspunkte. Deshalb sollten Sie als Steuerpflichtige die Steuerschätzung des Finanzamts auf jeden Fall genau unter die Lupe nehmen. Gegen ungerechtfertigte Maßnahmen können und sollten Sie sich wehren.</p><p>Damit Sie dazu auch in der Lage sind, muss das Finanzamt Ihnen alle Daten einschließlich der Rechenwege herausgeben. Dies sei rechtsstaatlich geboten, wie der BFH in einem Urteil aus dem Jahre 2015 ausdrücklich betont hat (BFH-Urteil vom 25.3.2015 - X R 20/13).<br></p><p>Führt die Auseinandersetzung mit dem Finanzamt zu keinem angemessenen Ergebnis, muss die Angelegenheit notfalls vor dem Finanzgericht geklärt werden.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv-page-section tve-height-update" style="" data-css="tve-u-19efa585465">
	<div class="tve-page-section-out"></div>
	<div class="tve-page-section-in tve_empty_dropzone" data-css="tve-u-19efa585454"><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" style="" data-css="tve-u-19efa585464"><h3 class="" style="" data-css="tve-u-19efa7936ad">FAQ: Steuerschätzung des Finanzamts<br></h3></div><div class="thrv_wrapper thrv_toggle tve-toggle-auto-collapse" data-columns="1" data-animation="slide-fade" data-animation-speed="fast" data-ct-name="Default" data-ct="toggle-55351" data-css="tve-u-19efa585449" style="">
	<div class="tve-toggle-grid tve-prevent-content-edit" style=""><div class="tve-toggle-column" data-index="1" style=""><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19efa58544f">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19efa585449&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Wann darf das Finanzamt meine Besteuerungsgrundlagen überhaupt schätzen? (Steuerschätzung durch das Finanzamt)<br></h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC ">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19efa58544a" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19efa585453">Wenn das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen nicht ermitteln oder berechnen kann, darf die Finanzbehörde nach den Regeln der Abgabenordnung eine Steuerschätzung vornehmen und dabei alle Umstände berücksichtigen, die für die Schätzung bedeutsam sind.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19efa585450">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19efa585449&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
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						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Gilt meine Buchführung grundsätzlich als richtig?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19efa58544b" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19efa58545d">Ja. Zunächst wird nach § 158 AO vermutet, dass die Buchführung sachlich richtig ist. Das Finanzamt geht also nicht automatisch davon aus, dass alles falsch ist.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19efa585451">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19efa585449&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Wann kann die Vermutung der Richtigkeit meiner Buchführung „kippen“?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19efa58544c" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element tcb-highlight-added"><p style="" data-css="tve-u-19efa58545e">Die Vermutung der Richtigkeit gilt nicht mehr, wenn Sie Ihre Mitwirkungspflichten im Besteuerungsverfahren nicht ausreichend erfüllen, etwa wenn Sie keine Auskünfte geben können, Auskünfte verweigern oder Ihre Mitwirkungspflichten anderweitig verletzen.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19efa585456">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19efa585449&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
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						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Reicht „jede“ Buchführungslücke für eine Steuerschätzung durch das Finanzamt?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19efa58544e" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19efa58545f">Nein. Eine Steuerschätzung kommt grundsätzlich nur in Betracht, wenn grobe Buchführungsmängel vorliegen, die ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit begründen und sich diese Mängel nicht durch weitere Ermittlungen klären lassen.<br><br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19efa585457">
				<div class="tve_faqI">
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						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Was passiert, wenn ich bei einer Betriebsprüfung Bücher oder Unterlagen nicht vorlege?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19efa58544e" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19efa585460">Auch dann kann es zu einer Steuerschätzung durch das Finanzamt kommen. Es spielt keine Rolle, warum Sie die Unterlagen nicht vorlegen können; auch auf ein Verschulden kommt es nicht an.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19efa585458">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19efa585449&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Kann das Finanzamt zusätzlich eine eidesstattliche Versicherung verlangen?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19efa58544e" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19efa585461">Ja. Wenn das Finanzamt die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung verlangt, um steuerliche Unklarheiten aufzuklären, und Sie kommen dem nicht nach, kann das Finanzamt die Steuern schätzen.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19efa585459">
				<div class="tve_faqI">
					<div class="tve_faqB thrv_toggle_title tve-toggle-show-icon tve-toggle-icon-right tcb-icon-display" data-icon-code="icon-angle-down-solid" data-css="tve-u-17010f7948c" data-selector="[data-css=&quot;tve-u-19efa585449&quot;] .thrv_toggle_title" data-tcb_hover_state_parent="" style="">
						<div class="tve_toggle" style=""><svg class="tcb-icon" viewBox="0 0 448 512" data-id="icon-angle-down-solid" data-name=""><!--! Font Awesome Free 6.7.1 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) Copyright 2024 Fonticons, Inc. --><path d="M201.4 374.6c12.5 12.5 32.8 12.5 45.3 0l160-160c12.5-12.5 12.5-32.8 0-45.3s-32.8-12.5-45.3 0L224 306.7 86.6 169.4c-12.5-12.5-32.8-12.5-45.3 0s-12.5 32.8 0 45.3l160 160z"></path></svg></div>
						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Woran muss sich das Finanzamt bei der Steuerschätzung halten, damit sie rechtmäßig überprüfbar ist?<br></h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19efa58544e" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19efa585462">Die Steuerschätzung muss schlüssig, wirtschaftlich und vernünftig sein. Das bedeutet: Das Finanzamt muss alle relevanten Anhaltspunkte beachten und den Sachverhalt wenigstens teilweise im Rahmen des Zumutbaren ermitteln.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19efa58545a">
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						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Muss das Finanzamt bei einer Steuerschätzung auch meine Einwendungen berücksichtigen?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
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							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p style="" data-css="tve-u-19efa585463">Ja. Insbesondere müssen die Stellungnahmen des Steuerpflichtigen, also von Ihnen, einbezogen werden – und zwar auch dann, wenn die Buchführung an sich fehlerhaft ist.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
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				<div class="tve_faqI">
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						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Kann das Finanzamt „Strafzuschläge“ wegen verletzter Mitwirkungspflichten verhängen?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
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							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Das Finanzamt kann im Rahmen der Steuerschätzung einen Sicherheitszuschlag erheben, wenn Sie Mitwirkungspflichten verletzt haben. Dabei muss der Sicherheitszuschlag aber in einem vernünftigen Verhältnis zu den erklärten oder nicht erklärten Einnahmen stehen.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div><div class="thrv_toggle_item tve_faq" style="" data-css="tve-u-19efa585452">
				<div class="tve_faqI">
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						<h3 class="tve-toggle-text" style="">Wie kann ich mich gegen eine unberechtigte Steuerschätzung durch das Finanzamt wehren?</h3>
					</div>
					<div class="tve_faqC">
						<div class="thrv_wrapper thrv_toggle_content tve-elem-default-pad" data-css="tve-u-19efa58544e" style="">
							<div class="tve-content-box-background" data-css="tve-u-17010f7948f"></div>
							<div class="tve-cb">
								<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Sie sollten die Steuerschätzung des Finanzamts genau prüfen, insbesondere ob die Rechenwege und Daten vollständig herausgegeben wurden. Wenn die Streitigkeit im Einspruchsverfahren nicht zu einem angemessenen Ergebnis führt, kann das Finanzgericht entscheiden.<br></p></div>
							</div>
						</div>
					</div>
				</div>
			</div></div></div>
</div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p data-css="tve-u-17babea6e37" style="">Bild © David Nassim / fizz foto:graphy<br></p></div></div>
</div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
<p>Dieser Post <a rel="nofollow" href="https://birch.de/steuerschaetzung-finanazmt-buchfuehrungsmaengel/">Steuerschätzung des Finanzamts nur bei groben Buchführungsmängeln</a> stammt von <a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a> und wurde verfasst von <a rel="nofollow" href="https://birch.de/author/stefanchristophbirch/">Stefan-Christoph Birch</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verschärfung des Steuerstrafrechts? Regierung will Steuerhinterziehung eindämmen</title>
		<link>https://birch.de/verschaerfung-steuerstrafrecht-kampf-steuerhinterziehung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan-Christoph Birch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 17:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Risiken erkennen]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsaustausch]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestbesteuerung]]></category>
		<category><![CDATA[Steuergestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerhinterziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerstrafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Umsatzsteuerbetrug]]></category>
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/verschaerfung-steuerstrafrecht-kampf-steuerhinterziehung/">Verschärfung des Steuerstrafrechts? Regierung will Steuerhinterziehung eindämmen</a></p>
<p>Wird das Steuerstrafrecht verschärft? Die Ampelkoalition will Steuerhinterziehung jedenfalls stärker bekämpfen. Im Koalitionsvertrag der rot-gelb-grünen Bundesregierung&#160;findet sich&#160;das Wort Steuerhinterziehung gleich an fünf Stellen. Steuerhinterziehern und Steuervermeidern soll es verschärft an den Kragen gehen. Das ist geplant:Strategisches Vorgehen gegen SteuerhinterziehungDie Ampelkoalition hat das Steuerstrafrecht im Blick. Ein strategisches Vorgehen soll dabei helfen, Finanzmarktkriminalität und Geldwäsche gemeinsam [&#8230;]</p>
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/verschaerfung-steuerstrafrecht-kampf-steuerhinterziehung/">Verschärfung des Steuerstrafrechts? Regierung will Steuerhinterziehung eindämmen</a></p>
<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p><strong>Wird das Steuerstrafrecht verschärft? Die Ampelkoalition will Steuerhinterziehung jedenfalls stärker bekämpfen. Im Koalitionsvertrag der rot-gelb-grünen Bundesregierung&nbsp;<strong>findet sich&nbsp;</strong>das Wort Steuerhinterziehung gleich an fünf Stellen. Steuerhinterziehern und Steuervermeidern soll es verschärft an den Kragen gehen. Das ist geplant:</strong></p><h2 class="">Strategisches Vorgehen gegen Steuerhinterziehung</h2><p>Die Ampelkoalition hat das Steuerstrafrecht im Blick. Ein strategisches Vorgehen soll dabei helfen, Finanzmarktkriminalität und Geldwäsche gemeinsam ins Fadenkreuz zu nehmen. </p><p>„Das strategische Vorgehen gegen Steuerhinterziehung, Finanzmarktkriminalität und Geldwäsche werden wir im Bundesfinanzministerium organisatorisch und personell stärken, und dabei auch Zoll, Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) und die Financial Intelligence Unit (FIU) stärken“, heißt es im Koalitionsvertrag.</p><p>Wie diese Stärkung aussehen wird, bleibt offen. Die Zahl der gemeldeten Geldwäscheverdachtsfälle bleibt in Deutschland jedenfalls bisher hinter den Zahlen anderer Länder zurück.</p><p>Zur Orientierung: Im Financial Secrecy Index (FSI) 2020 des Tax Justice Network rangiert Deutschland auf Rang 14, gefolgt von Panama, das in diesem Ranking besser abschneidet als Deutschland. Angeführt wird die Liste von den Cayman Islands.</p><h2 class="">Steuerstrafrecht kämpft gegen Steuerhinterziehung als eine Frage von Gerechtigkeit und Fairness</h2><p>Steuerhinterziehung und aggressive Steuergestaltungen mit größtmöglicher Konsequenz zu verfolgen und zu unterbinden sei eine Frage der Gerechtigkeit und der Fairness, heißt es weiter im Koalitionsvertrag. Das erklärte Ziel: Deutschland soll beim Kampf gegen Steuerhinterziehung und aggressive Steuervermeidung eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Regierung will die Steuerhinterziehung eindämmen.</p><p>Seit dem 01. Juli 2020 gibt es eine Mitteilung-/Meldepflicht für grenzüberschreitende Steuergestaltungen. Damit wurde die (EU) Richtlinie 2018/822 in innerstaatliches Recht umgesetzt. &nbsp;Wer entsprechend § 138 d der Abgabenordnung (AO) eine grenzüberschreitende Steuergestaltung vermarktet, für Dritte konzipiert, organisiert oder zur Nutzung bereitstellt oder ihre Umsetzung durch Dritte verwaltet, muss dies dem Bundeszentralamt für Steuern mitteilen.</p><h2 class="">Mitteilungspflicht auch für nationale Steuergestaltungen geplant</h2><p>Die Ampelkoalition will nun auch eine Mitteilungspflicht für nationale Steuergestaltungen, die Unternehmen ab einem Umsatz von mehr als 10 Millionen Euro treffen soll. Das geht über den Regelungsgehalt der (EU) Richtlinie hinaus. Denn hier ist die Einführung einer nationalen Meldepflicht nicht vorgesehen. Aus der Finanzverwaltung hört man denn auch eher kritische Stimmen, die bezweifeln, dass dieses Vorhaben tatsächlich umgesetzt wird. &nbsp;</p><h2 class="">Umsatzsteuerbetrug gemeinsam mit den Ländern bekämpfen</h2><p>Ferner soll der Umsatzsteuerbetrug in Zusammenarbeit mit den Ländern bekämpft werden. Die Installation eines bundesweiten elektronischen Meldesystem für die Erstellung, Prüfung und Weiterleitung von Rechnungen ist angepeilt, um dieses Ziel zu erreichen. Auf EU-Ebene wird sich die Koalition für ein „endgültiges Mehrwertsteuersystem“ einsetzen. Gedacht ist hier an das Revese-Charge-Verfahren.</p><h2 class="">Datenaustausch zwischen Finanzaufsicht und Steuerbehörden</h2><p>Auch missbräuchlichen Dividendenarbitragegeschäften soll der Garaus gemacht werden. Erlittene Steuerschäden werden konsequent zurückgefordert und eingezogen werden. Künftig soll der Daten- und Informationsaustausch zwischen Finanzaufsicht und Steuerbehörden möglich sein bei Verdachtsfällen der missbräuchlichen Dividendenarbitrage und des Marktmissbrauchs.</p><h2 class="">Globale Mindestbesteuerung soll kommen</h2><p>Weiteres Ziel ist die Einführung einer globalen Mindestbesteuerung. Einkommen, die aus Deutschland abfließen, sollen angemessen besteuert werden. Vermeidung sowohl von Nicht- als auch Doppelbesteuerung ist das Ziel.</p><p>Dazu wird die Quellenbesteuerung durch eine Anpassung der Doppelbesteuerungsabkommen ausgeweitet und die Zinsschranke durch eine Zinshöhenschranke ergänzt, um ungewünschte Steuergestaltung zu vermeiden. Wie dieses Instrument aussehen soll, bleibt unklar.</p><h2 class="">Ausweitung des internationalen Informationsaustausches</h2><p>Die Liste der Steueroasen in der EU soll ständig aktualisiert werden. Die OECD – Regeln gegen Umgehungsgestaltungen beim internationalen Finanzkonteninformationsaustausch (CRS und FACTA) will die neue Bundesregierung umsetzen und sich auch für eine Ausweitung des Informationsaustausches einsetzen.</p><p>FACTA ist ein Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika. Es soll die Steuerehrlichkeit bei internationalen Sachverhalten fördern.</p><p>Gegenseitige meldepflichtige Informationen sind Kontoinformationsdaten für das vorangegangene Kalenderjahr (Kontostand, Erträge) sowie persönliche Angaben des gemeldeten Kontoinhabers. Die gemeldete Information von Vor- und Nachname, Steueridentifikationsnummer, Adresse und Geburtsdatum soll die genaue Zuordnung ermöglichen.</p><p>CRS steht für Common Reporting Standard und dient als internationales Verfahren zum Austausch von Finanzkonteninformationen ebenfalls dem Ziel, grenzüberschreitende Sachverhalte aufzudecken und Steuerhinterziehung zu bekämpfen.</p><p>Ob die Zahl der steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren ansteigt, wenn die geplanten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden und am Ende eine Verschärfung des Steuerstrafrechts steht, wird sich zeigen.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Bild © Basti93 / Pixabay</p></div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Steuererleichterung wegen Corona: Droht Steuerhinterziehung bei unvollständigen Anträgen?</title>
		<link>https://birch.de/corona-steuerhinterziehung-unvollstandige-antraege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan-Christoph Birch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2022 16:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Risiken erkennen]]></category>
		<category><![CDATA[Anträge]]></category>
		<category><![CDATA[COVID-19]]></category>
		<category><![CDATA[Steuererleichterungen]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerhinterziehung]]></category>
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/corona-steuerhinterziehung-unvollstandige-antraege/">Steuererleichterung wegen Corona: Droht Steuerhinterziehung bei unvollständigen Anträgen?</a></p>
<p>Als der Staat den Bürgern Steuererleichterungen wegen der Corona-Pandemie versprach, haben viele Unternehmer und Soloselbständige schnell zugegriffen. Wer glaubte, von der Pandemie unmittelbar betroffen zu sein, konnte Steuererleichterungen wegen Corona in Anspruch nehmen. Vor allem Anträge auf Herabsetzung von Steuervorauszahlungen zur Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer wurden gestellt. Wegen der Masse der Anträge waren die Finanzämter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/corona-steuerhinterziehung-unvollstandige-antraege/">Steuererleichterung wegen Corona: Droht Steuerhinterziehung bei unvollständigen Anträgen?</a></p>
<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p><strong>Als der Staat den Bürgern Steuererleichterungen wegen der Corona-Pandemie versprach, haben viele Unternehmer und Soloselbständige schnell zugegriffen. Wer glaubte, von der Pandemie unmittelbar betroffen zu sein, konnte Steuererleichterungen wegen Corona in Anspruch nehmen.</strong><br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Vor allem Anträge auf Herabsetzung von Steuervorauszahlungen zur Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer wurden gestellt. Wegen der Masse der Anträge waren die Finanzämter nicht in der Lage, jeden Antrag genau zu prüfen. Nachfragen unterblieben. Nachweise/Unterlagen zur Präzisierung wurden in aller Regel nicht angefordert. Die Finanzämter gewährten generös Steuererleichterungen.<br></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Steuerstrafrechtliche Risiken<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><p>Doch der warme Regen kann schnell zur kalten Dusche werden. Kaum jemand dachte daran, dass mit der Antragstellung steuerstrafrechtliche Risiken verbunden sein können. Entsprechende Hinweise in den Formularen wurden gerne mal übersehen.</p><p>Diese Sorglosigkeit kann jetzt zur Gefahr werden. Denn die Betriebsprüfung oder gar die Steuerfahndung werden sich die Anträge genau ansehen. Sollten die Angaben hinsichtlich der unmittelbaren Betroffenheit des Antragstellers durch die COVID-19-Pandemie unzutreffend oder unvollständig sein, ist schnell der Tatbestand der <strong>Steuerhinterziehung</strong> erfüllt. Kurzum: Wurden Steuererleichterungen wegen Corona auf der Basis unvollständiger Anträge gewährt, droht schnell der Vorwurf der Steuerhinterziehung.</p><p>Denn wer gegenüber den Finanzbehörden unrichtige oder unvollständige Angaben macht und dadurch Steuern verkürzt oder auch nur zu niedrige Vorauszahlungen leistet, macht sich <strong>strafbar</strong>. So steht es in § 370 Abs. 1 Nr. 1 der Abgabenordnung AO.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Corona-Anträge jetzt überprüfen<br></h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Noch ist es nicht zu spät: Die Gefahr kann gebannt oder wenigstens der Schaden begrenzt werden. Betroffene sollten die Anträge noch einmal genau überprüfen. Stellt sich dabei jetzt, also nachträglich, heraus, dass die Angaben zur unmittelbaren Betroffenheit durch die COVID-19-Pandemie bei der Antragstellung unvollständig oder fehlerhaft waren und das Finanzamt deshalb zu Unrecht Steuererleichterungen gewährt hat, können Sie noch reagieren.</p><p>Mit Hilfe einer <strong>Berichtigungserklärung</strong> (vgl. § 153 AO) korrigieren Sie die fehlerhaften oder unvollständigen Angaben. Dies müssen Sie gegenüber dem Finanzamt unverzüglich klarstellen, nachdem Sie erkannt haben, dass Ihr Antrag nicht korrekt war. Tun Sie dies nicht, begehen Sie eine Steuerhinterziehung durch Unterlassen.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p style="" data-css="tve-u-17babef8b4d">Bild © David Nassim / fizz foto:graphy</p></div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
<p>Dieser Post <a rel="nofollow" href="https://birch.de/corona-steuerhinterziehung-unvollstandige-antraege/">Steuererleichterung wegen Corona: Droht Steuerhinterziehung bei unvollständigen Anträgen?</a> stammt von <a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a> und wurde verfasst von <a rel="nofollow" href="https://birch.de/author/stefanchristophbirch/">Stefan-Christoph Birch</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Steuernachforderungen und Steuererstattungen: Bundesverfassungsgericht kippt 6% Zinsen</title>
		<link>https://birch.de/steuernachforderungen-steuererstattung-zinssatz-6-prozent/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan-Christoph Birch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jan 2022 13:49:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsprüfung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Steuernachzahlung]]></category>
		<category><![CDATA[verfassungswidrig]]></category>
		<category><![CDATA[Zinssatz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://birch.de/?p=883</guid>

					<description><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
<img src="https://mlt8oedmrvoh.i.optimole.com/cb:uxov.fb1/w:1280/h:720/q:mauto/f:best/https://birch.de/wp-content/uploads/2022/08/220722_steuerstrafrecht_birch_-vollverzinsung_verfassungswidrig.png" style="display: block; margin: 1em auto"><br />
<a rel="nofollow" href="https://birch.de/steuernachforderungen-steuererstattung-zinssatz-6-prozent/">Steuernachforderungen und Steuererstattungen: Bundesverfassungsgericht kippt 6% Zinsen</a></p>
<p>Die Karlsruher Richterinnen und Richter des 1. Senats haben mit Beschluss vom 08. Juli 2021 entschieden: Der bisher gültige Zinssatz von 0,5 % pro Monat (§ 233a Abgabenordnung) auf Steuernachforderungen und Steuererstattungen ist verfassungswidrig. Betroffen ist der Zeitraum ab dem 1. Januar 2014. Was bedeutet dies für die Steuerpflichtigen? Der Zinssatz, den die Finanzämter auf [&#8230;]</p>
<p>Dieser Post <a rel="nofollow" href="https://birch.de/steuernachforderungen-steuererstattung-zinssatz-6-prozent/">Steuernachforderungen und Steuererstattungen: Bundesverfassungsgericht kippt 6% Zinsen</a> stammt von <a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a> und wurde verfasst von <a rel="nofollow" href="https://birch.de/author/stefanchristophbirch/">Stefan-Christoph Birch</a></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" href="https://birch.de">Rechtsanwalt für Steuerstrafrecht und Steuerstrafverteidiger in Hamburg Stefan-Christoph Birch</a><br />
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<a rel="nofollow" href="https://birch.de/steuernachforderungen-steuererstattung-zinssatz-6-prozent/">Steuernachforderungen und Steuererstattungen: Bundesverfassungsgericht kippt 6% Zinsen</a></p>
<div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p><strong>Die Karlsruher Richterinnen und Richter des 1. Senats haben mit Beschluss vom 08. Juli 2021 entschieden: Der bisher gültige Zinssatz von 0,5 % pro Monat (§ 233a Abgabenordnung) auf Steuernachforderungen und Steuererstattungen ist verfassungswidrig. Betroffen ist der Zeitraum ab dem 1. Januar 2014. Was bedeutet dies für die Steuerpflichtigen?</strong></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Der Zinssatz, den die Finanzämter auf Steuernachforderungen gegenüber Steuerpflichtigen festsetzen, darf nicht mehr 0,5% pro Monat betragen. Dies gilt auch im Falle von Steuererstattungen, für die Zinsen anfallen. Eine Verzinsung von 6% pro Jahr stehe in diametralen Gegensatz zu der seit dem Jahr 2014 herrschenden Niedrigzinsphase und sei damit evident verfassungswidrig, so der 1. Senat in seinem Beschluss. Der Gesetzgeber wird aufgefordert, bis zum 31. Juli 2022 eine neue Regelung zu schaffen.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Trotz Verfassungswidrigkeit bleibt der bisherige Zinssatz auf Steuernachforderungen für die Jahre 2014 bis 2018 weiter anwendbar</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Auch wenn die aktuelle Regelung seit dem Jahr 2014 verfassungswidrig ist, bleibt die Verzinsung von 0,5% pro Monat bis einschließlich 2018 weiter gültig. „Eine Anwendungssperre verbunden mit der Verpflichtung des Gesetzgebers zur rückwirkenden Neuregelung brächte insoweit erhebliche haushaltswirtschaftliche Unsicherheiten mit sich“, befanden die Karlsruher Richterinnen und Richter.</p><p>Im Klartext: Den öffentlichen Haushalten sollen keine unkalkulierbaren finanziellen Risiken aufgebürdet werden durch etwaige Erstattungen geleisteter Zinszahlungen. Deshalb gibt es für die Steuerpflichtigen nichts zurück, trotz festgestellter Verfassungswidrigkeit der Regelung. Dies betrifft alle Zinszahlungen, die die Steuerpflichtigen für die Verzinsungszeiträume der Jahre 2014 bis 2018 geleistet haben und vielleicht noch leisten werden.</p><p>Auch wenn Steuerbescheide aus diesem Zeitraum wegen aktueller Betriebsprüfungen noch offen sind, werden die Finanzämter weiterhin 0,5% Zinsen pro Monat in Ansatz bringen und damit die verfassungswidrige Regelung weiter anwenden. So hat es das BVerfG ausdrücklich bestimmt. Rechtliche Möglichkeiten, die betreffenden Bescheide erfolgversprechend anzugreifen, gibt es nicht.</p><p>Auch Einsprüche gegen Zinsfestsetzungen, die im Hinblick auf die damals noch ausstehende Entscheidung des BVerfG erhoben wurden, werden die Finanzämter zurückweisen. Die festgesetzten Zinsen müssen bezahlt werden, obwohl die Höhe des Zinssatzes von 0,5% pro Monat verfassungswidrig ist.</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="">Was ist mit Verzinsungszeiträumen ab 2019?</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p>Hier ist der Gesetzgeber gefordert, die Höhe des Zinssatzes bis zum 31. Juli 2022 neu zu regeln. Aber nicht alle Steuerpflichtigen werden automatisch von der Neuregelung profitieren. Nur wer gegen den Zinsbescheid Einspruch erhoben hat oder dessen Bescheid vorläufig ergangen ist und noch geändert werden kann, wird in den Genuss der neuen Regelung kommen. Bescheide, die formell und materiell bestandskräftig sind, können nicht mehr geändert werden.</p><p>Nur die Verfassungswidrigkeit der sogenannten Vollverzinsung (§ 233a AO) hat das BVerfG ausdrücklich festgestellt. Auf alle anderen Zinsarten, wie Stundungs-, Hinterziehungs- und Aussetzungszinsen hat die Entscheidung keine Auswirkungen. Die Steuerpflichtigen haben, anders als bei der Vollverzinsung, die Wahl, ob sie diese Zinstatbestände verwirklichen wollen, so die Karlsruher Richter.</p><p>Es sei ihnen freigestellt, die Steuerschuld zu tilgen oder sich im Bedarfsfall die erforderlichen Geldmittel zu zinsgünstigeren Konditionen zu beschaffen. In all diesen Fällen dürfte demnach der alte Zinssatz von 0,5% pro Monat (§ 238 Abs. 1 Satz 1 AO) auch künftig Anwendung finden.&nbsp;</p><p>Die Finanzverwaltung ist nun gefordert, eine Übergangsregelung für die verfassungswidrige Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen zu schaffen, bis der Gesetzgeber den Zinssatz neu geregelt hat.&nbsp;</p></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element">	<p style="" data-css="tve-u-17babec5cee">Bild © David Nassim / fizz foto:graphy</p></div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
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